{"id":1671,"date":"2025-11-12T11:12:43","date_gmt":"2025-11-12T11:12:43","guid":{"rendered":"https:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/?p=1671"},"modified":"2026-04-15T07:33:54","modified_gmt":"2026-04-15T07:33:54","slug":"30-11-2025-um-1500-uhr-schreyahn-stipendiat-andreas-moster-liest-aus-seinem-aktuellen-roman-der-silberriese-arche-verlag-2024","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/?p=1671","title":{"rendered":"30.11.2025 um 15:00 Uhr: Schreyahn-Stipendiat Andreas Moster liest aus seinem aktuellen Roman \u201eDer Silberriese\u201c (Arche Verlag, 2024)"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"728\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Andreas-MOSTER-Plakat-30.11.25__A4-728x1024.jpg\" alt=\"Plakat mit Text zur Stipendiatenpr\u00e4sentation und Lesung von Andreas Moster am 30. November 2025 um 15 Uhr im K\u00fcnstlerhof Schreyahn, mit Buchcover von 'Der Silberriese' und Portr\u00e4tfoto einer Person mit unkenntlich gemachtem Gesicht\" class=\"wp-image-1672 size-full\" srcset=\"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Andreas-MOSTER-Plakat-30.11.25__A4-728x1024.jpg 728w, http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Andreas-MOSTER-Plakat-30.11.25__A4-213x300.jpg 213w, http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Andreas-MOSTER-Plakat-30.11.25__A4-768x1080.jpg 768w, http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Andreas-MOSTER-Plakat-30.11.25__A4-1093x1536.jpg 1093w, http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Andreas-MOSTER-Plakat-30.11.25__A4-1457x2048.jpg 1457w, http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Andreas-MOSTER-Plakat-30.11.25__A4-scaled.jpg 1821w\" sizes=\"auto, (max-width: 728px) 100vw, 728px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><strong>Herzliche Einladung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lesung &amp; Gespr\u00e4ch<\/strong><br><strong>Moderation:<\/strong>&nbsp;Britta Gansebohm<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ort: K\u00fcnstlerhof Schreyahn, Rundling 19, 29462 Wustrow<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kulturbeitrag: 10 Euro \/ erm\u00e4\u00dfigt 5 Euro<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da die Pl\u00e4tze begrenzt sind, wird eine Anmeldung empfohlen unter&nbsp;<a href=\"mailto:info@salonkultur.de\">info@salonkultur.de<\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Parkpl\u00e4tze werden direkt nebenan auf dem Hof der Familie Oelke zur Verf\u00fcgung gestellt. Bitte nicht im Rundling auf Rasenfl\u00e4chen parken.<\/li>\n\n\n\n<li>Getr\u00e4nke, Kaffee &amp; Kuchen, Salzgeb\u00e4ck und Brot auf Spendenbasis &nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Der K\u00fcnstlerhof Schreyahn ist barrierefrei&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>B\u00fcchertisch: Alte Jeetzel-Buchhandlung, L\u00fcchow<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Andreas Moster, der derzeitige Stipendiat im Bereich Literatur auf dem K\u00fcnstlerhof Schreyahn, erz\u00e4hlt nach&nbsp;\u201e<em>Wir leben hier, seit wir geboren sind\u201c<\/em>&nbsp;und&nbsp;\u201e<em>Kleine Pal\u00e4ste\u201c<\/em>&nbsp;mit&nbsp;\u201e<em>Der Silberriese\u201c<\/em>&nbsp;die Geschichte eines alleinerziehenden Vaters, der sich mit dem Loslassen der Tochter gleichzeitig seiner eigenen Vergangenheit stellen muss. \u201e<em>Der Silberriese\u201c<\/em>&nbsp;ist ein Roman \u00fcber die Ambivalenz moderner M\u00e4nnlichkeit, vor allem aber \u00fcber das berauschende Gl\u00fcck und die tiefe Einsamkeit eines Vaters, der sich ganz hingibt und dennoch zu scheitern droht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber das Buch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Patrik und seine zw\u00f6lfj\u00e4hrige Tochter Ada waren immer zu zweit. Gerade sind sie wieder umgezogen und Ada hat mit dem Ger\u00e4teturnen angefangen. Wenn Patrik zusieht, wie sie mit zusammengebissenen Z\u00e4hnen am Stufenbarren h\u00e4ngt, denkt er an seine eigene Karriere als Leistungssportler zur\u00fcck. Doch die olympische Silbermedaille, die er einst im Diskuswurf gewonnen hat, liegt verstaubt in der Schublade. W\u00e4hrend Patrik und Ada zusammen trainieren und versuchen, sich in dem neuen Leben einzurichten, driften sie immer weiter auseinander. Je mehr sie ihm entgleitet, desto heftiger fallen Patrik Erinnerungen an all die Jahre mit seiner Tochter ein. Der verzweifelte erste Versuch, sie zum Trinken aus dem Fl\u00e4schchen zu bewegen, die Nachmittage auf dem \u00fcberf\u00fcllten Spielplatz, wo au\u00dfer Patrik weit und breit kein Mann zu sehen war. Als Ada eines Tages verschwindet, begreift Patrik, dass er sich endlich den Fragen stellen muss, die ihrer beider Leben betreffen: Wo ist Adas Mutter und was ist von ihm selbst \u00fcbrig?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pressestimmen (Auswahl)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbAndreas Moster besitzt eine \u00fcberaus feine Beobachtungsgabe und er hat die F\u00e4higkeit, auch komplizierte Beziehungsverstrickungen in einer ruhigen, schn\u00f6rkellosen Sprache zu beschreiben, die seinen B\u00fcchern eine Kraft und eine Tiefe verleihen, das man jeden seiner Romane nur schwer aus der Hand legen kann, bevor man ihn zu Ende gelesen hat. \u00ab <strong>Kerstin Bachtler, SWR Kultur \u00fcber <em>Der Silberriese<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00bb<em>Der Silberriese <\/em>ist ein nah gehender Roman \u00fcber eine fragile Beziehung von Vater und Tochter, aber auch \u00fcber einen sehr fragilen Mann. Eine olympische Medaille bekommt man f\u00fcr den Alltag nicht, man kann Perfektion nicht trainieren. Dass Andreas Moster dar\u00fcber so intim, zugleich aber auch unterhaltsam, erz\u00e4hlt, ist eine ziemlich sportliche Leistung. \u00ab <strong>Danny Marques Marcalo, NDR Kultur \u201aNDR Buch des Monats\u2018 \u00fcber <em>Der Silberriese<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbAndreas Moster hat ein ruhiges, feinf\u00fchliges Buch \u00fcber die Einsamkeit eines verlassenen Mannes, die Hilflosigkeit eines alleinerziehenden Vaters und die tiefe Liebe zu seinem Kind geschrieben, die ihn das alles ertragen l\u00e4sst.\u00ab <strong>Elke Heidenreich, K\u00f6lner Stadt-Anzeiger \u00fcber <em>Der Silberriese<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"443\" height=\"591\" src=\"https:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Foto_Andreas-Moster_300dpi\u00a9Tara-Wolff_frei.jpg\" alt=\"Mann sitzt frontal zur Kamera mit verschleiertem Gesicht, tr\u00e4gt hellen Pullover und Jeans vor dunklem Hintergrund\" class=\"wp-image-1673 size-full\" srcset=\"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Foto_Andreas-Moster_300dpi\u00a9Tara-Wolff_frei.jpg 443w, http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Foto_Andreas-Moster_300dpi\u00a9Tara-Wolff_frei-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><strong>Andreas Moster<\/strong> wurde 1975 in der Pfalz geboren. Er studierte Englische Philologie, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und arbeitet heute als freier \u00dcbersetzer in Hamburg. 2017 erschien sein Deb\u00fctroman&nbsp;<em>Wir leben hier, seit wir geboren sind<\/em>. Sein zweiter Roman&nbsp;<em>Kleine Pal\u00e4ste<\/em>&nbsp;wurde 2021 als Buch des Jahres mit dem Hamburger Literaturpreis ausgezeichnet. 2022 nahm Andreas Moster am 46. Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. Andreas Moster wurde mit einem dreimonatigen Aufenthaltsstipendium auf dem K\u00fcnstlerhof Schreyahn ausgezeichnet. Er ist verheiratet und Vater von zwei T\u00f6chtern.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Interview mit Andreas Moster<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>In Ihrem neuen Roman <em>Der Silberriese <\/em>erz\u00e4hlen Sie von Patrik, einem alleinerziehenden Vater. Alleinerziehende V\u00e4ter sind statistisch seltener als alleinerziehende M\u00fctter. Mit welchen Erwartungen wird Patrik konfrontiert, die speziell auf seine Rolle als alleiner-ziehender Vater zur\u00fcckzuf\u00fchren sind?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als ehemaliger Spitzensportler hat Patrik immer in Extremen gelebt: extrem ehrgeizig, extrem diszipliniert, extrem gegen sich selbst und seinen K\u00f6rper, und sein Leben durch Trainings- und Ern\u00e4hrungspl\u00e4ne kontrollierend. Als er ganz pl\u00f6tzlich durch das Verschwinden von Kara, Adas Mutter, aus diesen stabilen Zusammenh\u00e4ngen gerissen wird, beginnt er nach einer Phase des Schocks, seine erlernten Mechanismen auf die neue Rolle als alleinerziehender Vater zu \u00fcber-tragen. Er entwickelt Erwartungen an sich selbst, an denen er nur scheitern kann, so stellt sich sehr bald ein grunds\u00e4tzliches Unbehagen ein: Warum kann er nicht alles gleichzeitig sein? Guter Vater, erfolgreich im Beruf, begehrenswert als Mann? Warum sind die \u201eErfolge\u201c bei der Erziehung seiner Tochter so wenig greifbar, warum h\u00e4ngen sie nicht als Medaillen um seinen Hals wie fr\u00fcher? Die sch\u00f6nen einzigartigen Momente, die Eltern mit ihren Kindern erleben, sie werden im Strom der \u00dcberforderung als alleinerziehendes Elternteil immer seltener.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie selbst sind Vater von zwei T\u00f6chtern. Gibt es Parallelen bei der Bew\u00e4ltigung der Va-terrolle zwischen Ihnen und Ihrer Romanfigur Patrik? Wie hat der Blick auf ihre eige-nen T\u00f6chter Ihre Perspektive auf Patriks Tochter Ada gepr\u00e4gt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Silberriese <\/em>ist mit gro\u00dfem Abstand mein bisher pers\u00f6nlichster Roman. Wer mich kennt, wird zwar niemals einen ehemaligen Spitzensportler in mir sehen, dennoch sch\u00f6pft der Text stark aus den Erfahrungen, die ich als Vater zweier T\u00f6chter seit inzwischen vierzehn Jahren mache. Im Moment besch\u00e4ftigt mich gerade der Prozess des Loslassens sehr, meine \u00e4ltere Tochter war w\u00e4hrend des Schreibens im gleichen Alter wie Patriks Tochter Ada. Den ver-meintlichen Kontrollverlust, den Patrik empfindet, kenne ich genauso wie die endlosen Stun-den auf dem Spielplatz. Dennoch haben sich die Figuren beim Schreiben sehr schnell von mir wegentwickelt. Ich bin nicht Patrik, ich bin nicht alleinerziehend, Ada ist nicht wie meine T\u00f6chter, zum Gl\u00fcck, denn ich wollte nie eine verkappte Autobiographie schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Patriks Liebe zu Ada ist tief und bedingungslos und gleichzeitig gepr\u00e4gt von Zweifel, Angst und \u00dcberforderung, eine Ambivalenz von der viele Eltern berichten. Warum ha-ben Sie sich dazu entschieden, \u00fcber dieses Thema zu schreiben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es sind Themen, die mich seit vielen Jahren begleiten. Mit Argwohn, Unglaube und einem gewissen Neid betrachte ich Eltern, die ihr Leben mit Kindern vermeintlich m\u00fchelos meistern. F\u00fcr mich sind Zweifel und \u00dcberforderung konstituierende Elemente meines Vatersseins und dar\u00fcber zu schreiben, hat mir einen ehrlicheren und vielleicht auch gn\u00e4digeren Blick auf mich selbst erlaubt. Im Verh\u00e4ltnis zwischen Eltern und Kindern besteht ein so elementarer Konflikt zwischen Selbstbehauptung und Selbstaufgabe, zwischen N\u00e4he und Distanz, Freiheit und Kontrolle, dass der Roman &#8211; hoffentlich \u2013 von einer inneren Spannung getragen wird. Diese (An-)Spannung hat mich, ohne sie aufl\u00f6sen zu wollen oder m\u00fcssen, beim Schreiben getragen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Patrik begleitet und unterst\u00fctzt seine Tochter bei ihrem Training, der Sport ist die Ver-bindung zu seiner Tochter, aber auch zu seiner eigenen Vergangenheit. Warum spielt der Sport eine so zentrale Rolle?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Figur des ehemaligen Spitzensportlers, der von heute auf morgen aus seinen Routinen gerissen wird, hat mich aus zwei Gr\u00fcnden fasziniert. Zum einen durch seine au\u00dfergew\u00f6hnli-che, fast unnat\u00fcrliche K\u00f6rperlichkeit: Gestern hat Patrik noch f\u00fcnf Stunden im Kraftraum und<\/p>\n\n\n\n<p>im Wurfring trainiert und ist dabei \u00fcber seine Grenzen gegangen, heute sitzt er mit einem hilflosen B\u00fcndel Kind auf dem Arm fast reglos da, zur Z\u00e4rtlichkeit und zur Geduld gezwungen, Zum anderen wollte ich nachverfolgen, wie ein Mensch, der bisher alle Leidenschaft, Konzent-ration und Disziplin auf die Erreichung sportlicher Ziele ausgerichtet hat, diese Radikalit\u00e4t auf seine Identit\u00e4t als alleinerziehender Vater einer Tochter \u00fcbertr\u00e4gt, welche Folgen dies f\u00fcr das Verh\u00e4ltnis der beiden hat und wann und wie ein solches Leben an seine Grenzen st\u00f6\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ihr Buch rei\u00dft auch das Thema postnatale Depressionen bei M\u00fcttern an, erz\u00e4hlt aus einer m\u00e4nnlichen Perspektive. Welche Verantwortung ergibt sich daraus f\u00fcr Ihren Pro-tagonisten und vielleicht auch f\u00fcr V\u00e4ter im Allgemeinen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Roman gibt keine Antworten f\u00fcr den Umgang mit Depression. Patrik sieht nicht, wie es Kara nach der Geburt geht, kann es nicht sehen, will es vielleicht auch nicht. Zu fokussiert ist er auf seinen Sport, zu selbstverst\u00e4ndlich lebt er im alten Rollenverst\u00e4ndnis, nach dem die Mutter f\u00fcr das Kind sorgt und der Vater am Abend ersch\u00f6pft von der Arbeit nach Hause kommt. Eine Sprachlosigkeit ist eingekehrt, seine Empathie richtet sich allein auf sich selbst, er horcht in seinen K\u00f6rper hinein, statt auf die Signale seiner Partnerin zu h\u00f6ren, sp\u00fcrt nur seine eigene M\u00fcdigkeit und Ersch\u00f6pfung, statt Karas K\u00f6rpersprache zu lesen, sich einzuf\u00fchlen in ihre \u00dcber-forderung. Als Spitzensportler hat er keine Sprache f\u00fcr das, was mit Kara geschieht, die post-natale Depression erscheint ihm nicht als Krankheit, sondern als Schw\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mirell, seine aktuelle Partnerin und Kara, Adas Mutter, sind die beiden Frauen in Patriks Leben, die als Vergangenheit und Gegenwart auch seine Zerrissenheit symbolisieren. Was h\u00e4lt ihn zwischen diesen beiden Polen gefangen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die tiefe Kr\u00e4nkung, die ihm Kara zugef\u00fcgt hat, hat Patrik nie \u00fcberwunden. Auch wenn er mit Ada nie \u00fcber ihre Mutter spricht, so ist sie in seiner Vorstellung, seiner Erinnerung, seinem Ressentiment doch immer bei ihm. Als er nun Mirell begegnet, zw\u00f6lf Jahre, nachdem er von Kara verlassen wurde, \u00f6ffnet sich ihm zum ersten Mal ein alternatives Leben. Wie durch ein Fenster schaut er in die M\u00f6glichkeit, wie sein Leben h\u00e4tte sein k\u00f6nnen und vielleicht auch noch werden kann, leichter, freier, unbeschwerter, ein Leben jenseits der engen Zweierbeziehung zu seiner Tochter, in dem Raum ist f\u00fcr andere Menschen. Seine Identit\u00e4t, sein Selbstbild als unverschuldet leidender und sich aufopfernder Vater ger\u00e4t ins Wanken. Denn Mirell fordert ihn heraus, konfrontiert ihn mit seiner Sprachlosigkeit und seinem Kontrollzwang gegen\u00fcber sei-ner Tochter, die sich in ihrer beginnenden Pubert\u00e4t immer weiter von ihm entfernt. Etwas bricht schmerzhaft in Patrik auf, Vergangenheit und Gegenwart kollidieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Patrik \u00fcberidentifiziert sich mit seiner Vaterrolle, durch seine Hingabe droht er sich selbst zu verlieren. Wie kann er lernen loszulassen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Roman stellt grunds\u00e4tzliche Fragen zu Elternschaft: Wie kann ich gleichzeitig Vater und Mann sein? Wie kann ich mich selbst als unabh\u00e4ngiges Individuum erhalten und bewahren? Was w\u00e4re ich ohne Kind geworden? In der Figur des ehemaligen Spitzensportlers, der seine erlernten Mechanismen radikal auf sein Vatersein \u00fcbertr\u00e4gt, sind diese Fragen stark verdichtet. Loslassen wird zu einem schmerzhaften, die eigene Identit\u00e4t gef\u00e4hrdenden Prozess. Denn was bleibt von mir \u00fcbrig, wenn mein Kind sich von mir entfernt, selbst\u00e4ndig wird, mich nicht mehr braucht?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Britta Gansebohm<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\" id=\"block-3c1ee812-5419-4296-bd0f-851c67a17022\"><strong>K\u00fcnstlerische Leitung der Stipendiatenst\u00e4tte K\u00fcnstlerhof Schreyahn<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\" id=\"block-8d7d20e9-8bc0-488a-8355-23c79f495861\">&amp; Der Literarische Salon<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\" id=\"block-0233cd96-21d1-4f66-948d-425877aaf02e\">Buchpr\u00e4sentationen \u2022&nbsp;Literaturfestivals<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\" id=\"block-54b1ed20-ea92-4617-8501-29fd0c19f4a1\">Konzeption \u2022&nbsp;Organisation \u2022&nbsp;Moderation<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\" id=\"block-f6df5f63-1162-475e-8cea-2b451b806963\">Mobil: +49-(0)175-52 70 777<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\" id=\"block-c94803cb-d0db-4b89-9951-1fab763e9f2e\">E-Mail:&nbsp;<a href=\"mailto:britta.gansebohm@salonkultur.de\">britta.gansebohm@salonkultur.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\" id=\"block-059a6127-3914-404e-bcf0-58f102d9f0ea\">Info:&nbsp;<a href=\"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/\">kuenstlerhof-schreyahn.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzliche Einladung Lesung &amp; Gespr\u00e4chModeration:&nbsp;Britta Gansebohm Ort: K\u00fcnstlerhof Schreyahn, Rundling 19, 29462 Wustrow Kulturbeitrag: 10 Euro \/ erm\u00e4\u00dfigt 5 Euro Da die Pl\u00e4tze begrenzt sind, wird eine Anmeldung empfohlen unter&nbsp;info@salonkultur.de<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1671","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1671","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1671"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1671\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1745,"href":"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1671\/revisions\/1745"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1671"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1671"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/kuenstlerhof-schreyahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1671"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}