Nicolas Born-Stiftung

Nicolas Born-Stiftung (Lüchow)

Vorsitzende Dagmar Schulz

Die Nicolas-Born-Stiftung erreichen Sie unter www.nicolasbornstiftung.de

Über Nicolas Born
Nicolas Born war in den siebziger Jahren durch seine Lyrikbände („Das Auge des Entdeckers“, 1972 u.a.) und vor allem durch seinen Roman „Die Fälschung“ (1979) bekannt geworden, den Volker Schlöndorff verfilmte.
Seinen Wohnsitz nahm Born, wie viele andere seiner Kollegen auch, bewußt im Wendland, das einerseits im Ruf stand, als Künstlerkolonie ein „zweites Worpswede“ zu werden, andererseits durch die atomaren Entsorgungsanlagen bei Gorleben in die Schlagzeilen geriet. Die Gedichte „entsorgt“ und „Elbholz“ beziehen sich auf die Landschaft und die Konflikte in der Region. Auch der Roman „Die Fälschung“ enthält viele Passagen, die im Wendland spielen.
Auf dem Friedhof des Elbdorfes Damnatz liegt das Grab Nicolas Borns, der zuletzt in Breese/Marsch wohnte. Die Stadt Dannenberg/Elbe zeigt in der Remise am Waldemarturm eine kleine Ausstellung zu Borns Leben und Werk, die dortige Bücherei trägt den Namen „Nicolas Born Bibliothek“.
Die Erschütterung über den frühen Tod Borns mit 41 Jahren fand ihren Niederschlag in zahlreichen Nachrufen, Erinnerungen, Porträts und Epitaph-Gedichten, unter anderem von Günter Grass, Peter Handke, Günter Kunert und Peter Rühmkorf, versammelt in dem Gedenkbuch „Der Landvermesser“ (hg. C. Beyer/A. Kahrs, 1999).
Im Jahr 2000 hatte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur , Thomas Oppermann, entschieden, den Kunstpreis des Landes für Literatur als Nicolas Born-Preis zu vergeben, die Preisträgern sind Adam Seide, Jan Philipp Reemtsma, Walter Kempowski, Peter Rühmkorf, Felicitas Hoppe, Klaus Modick, John von Düffel, Hans Pleschinski, Henning Ahrens und Gerd Peter Eigner.
2004 erschien die Lyrik-Werkausgabe „Nicolas Born, Gedichte“, herausgegeben von Katharina Born, Göttingen, Wallstein-Verlag. Die zweite Auflage (2005) ist überarbeitet und verbessert (einige fälschlicher Weise Born zugeschriebene Gedichte wurden entfernt).
2005 wurde Nicolas Born posthum mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnet.
Im „Schreibheft“ Nr. 65/2005 (Hg. N. Wehr) erschien der Briefwechsel Nicolas Born/Peter Handke unter dem Titel „Die Hand auf dem Brief“, ergänzt durch eine Erinnerung der Born-Tochter Katharina, ein Nachwort von Hermann Wallmann und (im Anhang) die Huchel-Preis-Laudatio Michael Brauns auf Nicolas Born.
2007 erschien ein Band der Briefe Nicolas Borns im Wallstein Verlag (NB, Briefe 1959 – 1979“, Hg. Katharina Born); ein Themenheft der Zeitschrift „Text & Kritik“ widmete sich Nicolas Born 2006 (Heft 170).
Im Heft 3/Juni 2011 druckte die Zeitschrift „Akzente“ die Abschrift der Tonbandaufnahme „Erzählung – Krankheit, Stadtwiese, Gorleben“, die Nicolas Born im Frühjahr 1979, also wenige Monate vor seinem Tod, aufnahm (Vorabdruck in der Süddeutschen Zeitung vom 4./5. Juni 2011): ein eindrucksvoller Schlüsseltext zum Verständnis dieses Schriftstellers.
– Archiv im Künstlerhof Schreyahn –

Kontakt/Informationen:
Dagmar Schulz (Vorstandsvorsitzende Nicolas Born-Stiftung), Bergstr. 24, 29439 Lüchow (Wendland)