„Abschied vom Leben“ ein Thema – ein Buch – ein Dialog

Nein, Tempotaschentücher, Tränen und Trauerklöße prägen nicht die Veranstaltung zum Thema „Abschied vom Leben“, auf der der Arzt und Sachbuchautor Michael de Ridder sein jüngst erschienenes Buch vorstellen wird. Der Autor hatte schon in der ZEIT, im SPIEGEL und der Süddeutschen Zeitung in seinen Artikeln für mehr Offenheit und Sensibilität im Umgang mit diesem für jeden unumgänglichen Thema gefordert, er wünscht sich eine neue Medizinkultur. Nun wird er mit dem Journalisten Kai Hermann, der auf seinen Kriegs-Reportagen auch schon in Todesgefahr geriet, über das Ende, den Abschied und seine würdige Gestaltung sprechen – auch gern im Dialog mit dem Publikum. Die Moderation hat Axel Kahrs. Sonntag, den 26. November 2017, Beginn um 17.00 Uhr im großen Saal. mit...

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Stipendiaten-Lesung von Hans-Peter Kunisch

Der aktuelle Stipendiat Hans-Peter Kunisch, 1962 in Visp, Schweiz geboren, ist eher als Journalist für die Süddeutsche Zeitung und andere Medien bekannt, beschäftigt sich aber seit einiger Zeit hauptsächlich mit einem Roman-Doppelprojekt, das den Spuren des Zwanzigsten Jahrhunderts über die verschiedenen Lebensgeschichten seiner Familie folgt. Die Verschonten geht diversen Schicksalen in der teils russlanddeutschen Familie seiner Mutter nach, Der Deserteur dem Leben seines im Zweiten Weltkrieg, nach Einsätzen in Tschechien, Ukraine und Frankreich in die Schweiz desertierten sudetendeutschen Vaters. Das unterschiedliche Milieu, Bildungsbürgertum vs. bäuerliche Herkunft, spielt für Art und Grad der Verwicklung in die zeitgenössische Geschichte eine große Rolle. Lesen wird Kunisch am Sonntag, den 22.10.17 in Schreyahn aus dem Deserteur und einer ganz anderen, Berliner Geschichte, Nähe. In ihr wird der Ich-Erzähler, der in ein neues Viertel zieht, in einer Bar seiner nächsten Umgebung mit einem Doppelgänger konfrontiert, dessen „Verrücktheiten“ den Erzähler in existentielle Unruhe versetzen und das Verhältnis zu den Menschen um ihn herum gefährden. Alles vor dem Hintergrund der sich rasch verändernden Berliner Kulisse der letzten Jahre, die Stimmungen und Wirklichkeiten bereithält, die ganze Stadtteile verändern. Beginn 18.00 Uhr in der großen Diele des Künstlerhofs...

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Buchpräsentation „Unter Freunden – Nicolas Born: Leben, Werk und Wirkung“

Buchpräsentation „Unter Freunden – Nicolas Born: Leben, Werk und Wirkung“ Buchpremiere im Künstlerhof: Das demnächst im Wallstein Verlag (Göttingen) erscheinende Buch „Unter Freunden – Nicolas Born: Leben, Werk und Wirkung“ wird einen Tag nach der Verleihung des niedersächsischen Nicolas- Born-Preises im Künstlerhof Schreyahn der Öffentlichkeit präsentiert. Diese Publikation, die von Axel Kahrs herausgegeben und vom niedersächsischen MWK, der Born-Stiftung (Lüchow) und dem Landkreis Lüchow-Dannenberg gefördert wird, will interessierten Lesern, sowohl Einsteigern als auch Kennern, ein differenziertes und vielstimmiges Bild des Schriftstellers vermitteln. Der Lebensweg und das Schaffen Nicolas Borns werden in einem einführenden Essay umrissen, bevor die Freunde und Weggefährten mit ihren Erinnerungen und Würdigungen zu Wort kommen. Zu den zahlreichen Beiträgern gehören auch Peter Handke, Günter Grass, Martin Walser, Volker Schlöndorff und Michael Krüger. Die Freunde und Gäste des Künstlerhofes haben nun die Gelegenheit, das neue Buch kennen zu lernen, zahlreiche Autoren haben dazu ihr Kommen angesagt: Der Journalist Kai Hermann („Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“) wird sich in einem eigens für das Buch verfassten und bislang ungedruckten Rückblick an den Konflikt mit Nicolas Born erinnern, der zum Roman „Die Fälschung“ führte; der Literaturwissenschaftler Joachim Kersten wird als Nachlassverwalter von Peter Rühmkorf dessen Born gewidmetes Gedicht „Vorvorletztes Lied“ sowie einen längeren, bislang unbekannten Abschiedsbrief Peter Rühmkorfs an den todkranken Freund vortragen; der Schauspieler Wolfgang Kaven, der in der “Fälschung“ mitspielte, liest nun aus den Erinnerungen Volker Schlöndorffs; der Büchner-Preisträger Arnold Stadler leuchtet die weniger beachteten frühen Jahre Borns in seinem eigens für das Buch verfassten Essay aus, und der Fotograf Otto Kiehn zeigt seine großformatigen Elbholzbilder – begleitet von Gedichtzitaten Borns. Moderation Axel Kahrs Freitag, 15. September 2017, 19.30 Uhr mit Büchertisch...

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Guntram Vesper liest aus „Frohburg“

Im Jahr nach Jan Wagner erhielt Guntram Vesper, zweifacher Stipendiat im Künstlerhof, den Leipziger Buchmessen-Preis für seinen Monumental-Roman „Frohburg“, der als opus magnum dieses Schriftstellers gilt. Die Kritik feierte das Werk einhellig als „Jahrhundertroman“ zur deutschen Geschichte. Im März 2017 wurde Guntram Vesper dafür in Leipzig mit dem neu geschaffenen Erich Loest-Preis ausgezeichnet, jetzt liest er im Künstlerhof Schreyahn im „Kulturfrühling“. Sonntag, 18. Juni, 17 Uhr in der Großen Diele des...

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Jan Wagner, „Giersch, Gedichte und Prosa“

Eine literarische Naturwanderung in Lesung und Gespräch – Moderation Axel Kahrs am Sonntag, 23. April, 17 Uhr, in der Großen Diele des Künstlerhofs Es war eine Sensation, als Jan Wagner vor zwei Jahren den Buchmessen-Preis für seinen Gedichtband erhielt, alle gepriesenen Bestseller und aktuellen Romane spielerisch überholend, vom Giersch erzählend, von Weidenkätzchen, Morchel und Melde. Inzwischen traf er sie alle wieder: auf einem wendischen Bauernhof, der nun seine Stipendiatenstätte ist. Und mehr noch: in seinem neuen Prosaband „Der verschlossene Raum“ entführt er seine Leser in literarische Gefilde wie Bibliotheken, Buchhandlungen und oder Ateliers dieser Welt, ob in Dublin, Rom oder Los Angeles, immer dabei der Zauber der Sprache. Ein magischer Autor, klug und unterhaltsam, Geist und Gemüt...

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„Pegasus in Gorleben“ – die Zweite!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Förderer, die Lesung im Künstlerhof anlässlich der 40-jährigen Wiederkehr der Standortbenennung Gorlebens war so gut besucht, dass ich leider mehrere Dutzend Besucher aus sicherheitstechnischen Gründen abweisen musste. Das tut mir sehr leid. Ich lade Sie daher erneut zur Wiederholungslesung mit den beiden Rezitatoren Ingrid Birkholz und Wolfgang Kaven sowie dem Schriftsteller Andreas Maier ein: ihre Texte werden die vergangenen vier Jahrzehnte erneut lebendig werden lassen. Bitte auch weitersagen:  „Pegasus in Gorleben“ – die Zweite! Das geflügelte Pferd, seit der Antike Sinnbild für die freie Dichtung, gibt den Namen her für eine Lesung im Künstlerhof Schreyahn mit literarischen Texten zum andauernden Konflikt um den atomaren Müll in Gorleben und anderswo. Am Sonntag, den 19. März, werden wir ab 17 Uhr in Erinnerung rufen, was die Dichter und die Dichtung im heißen Kampf um das Atom zu sagen wussten: Der Autor Andreas Maier wird seinen schon fast legendären ZEIT-Artikel „Die Legende vom Salzstock“ lebendig werden lassen und seine Wanderung im Elbholz aus „Bullau“ schildern. Der Schauspieler Wolfgang Kaven liest die frühen Tagebücher von Hans Christoph Buch sowie Gedichte und die Wider-stands-Rede Nicolas Borns. Wolf Biermanns „Gorleben-Lied“ gehört ebenso dazu wie die von Ingrid Birkholz vorgetragenen Reflexionen von Christa Wolf, Dorothee Sölle und Marie Luise Kaschnitz: Kein idyllischer Rückblick, kein Poe-siealbum, sondern engagierte Literatur, begleitend, zweifelnd, mahnend, an-spornend, vorausschauend. – Der Eintritt ist frei, der Erkenntnisgewinn gewiss. Unterstützt vom Förderverein der Stipendiatenstätte Künstlerhof...

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