Aktuelles

Stipendiaten-Lesung von Hans-Peter Kunisch

Gepostet von am September 27, 2017 in Lesung | Keine Kommentare

Der aktuelle Stipendiat Hans-Peter Kunisch, 1962 in Visp, Schweiz geboren, ist eher als Journalist für die Süddeutsche Zeitung und andere Medien bekannt, beschäftigt sich aber seit einiger Zeit hauptsächlich mit einem Roman-Doppelprojekt, das den Spuren des Zwanzigsten Jahrhunderts über die verschiedenen Lebensgeschichten seiner Familie folgt.

Die Verschonten geht diversen Schicksalen in der teils russlanddeutschen Familie seiner Mutter nach, Der Deserteur dem Leben seines im Zweiten Weltkrieg, nach Einsätzen in Tschechien, Ukraine und Frankreich in die Schweiz desertierten sudetendeutschen Vaters. Das unterschiedliche Milieu, Bildungsbürgertum vs. bäuerliche Herkunft, spielt für Art und Grad der Verwicklung in die zeitgenössische Geschichte eine große Rolle.

Lesen wird Kunisch am Sonntag, den 22.10.17 in Schreyahn aus dem Deserteur und einer ganz anderen, Berliner Geschichte, Nähe. In ihr wird der Ich-Erzähler, der in ein neues Viertel zieht, in einer Bar seiner nächsten Umgebung mit einem Doppelgänger konfrontiert, dessen „Verrücktheiten“ den Erzähler in existentielle Unruhe versetzen und das Verhältnis zu den Menschen um ihn herum gefährden. Alles vor dem Hintergrund der sich rasch verändernden Berliner Kulisse der letzten Jahre, die Stimmungen und Wirklichkeiten bereithält, die ganze Stadtteile verändern.

Beginn 18.00 Uhr in der großen Diele des Künstlerhofs Schreyahn

Buchpräsentation „Unter Freunden – Nicolas Born: Leben, Werk und Wirkung“

Gepostet von am September 15, 2017 in Allgemein, Lesung | Keine Kommentare

Buchpräsentation „Unter Freunden – Nicolas Born: Leben, Werk und Wirkung“

Buchpremiere im Künstlerhof: Das demnächst im Wallstein Verlag (Göttingen) erscheinende Buch „Unter Freunden – Nicolas Born: Leben, Werk und Wirkung“ wird einen Tag nach der Verleihung des niedersächsischen Nicolas- Born-Preises im Künstlerhof Schreyahn der Öffentlichkeit präsentiert.

Diese Publikation, die von Axel Kahrs herausgegeben und vom niedersächsischen MWK, der Born-Stiftung (Lüchow) und dem Landkreis Lüchow-Dannenberg gefördert wird, will interessierten Lesern, sowohl Einsteigern als auch Kennern, ein differenziertes und vielstimmiges Bild des Schriftstellers vermitteln. Der Lebensweg und das Schaffen Nicolas Borns werden in einem einführenden Essay umrissen, bevor die Freunde und Weggefährten mit ihren Erinnerungen und Würdigungen zu Wort kommen. Zu den zahlreichen Beiträgern gehören auch Peter Handke, Günter Grass, Martin Walser, Volker Schlöndorff und Michael Krüger.

Die Freunde und Gäste des Künstlerhofes haben nun die Gelegenheit, das neue Buch kennen zu lernen, zahlreiche Autoren haben dazu ihr Kommen angesagt:

Der Journalist Kai Hermann („Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“) wird sich in einem eigens für das Buch verfassten und bislang ungedruckten Rückblick an den Konflikt mit Nicolas Born erinnern, der zum Roman „Die Fälschung“ führte; der Literaturwissenschaftler Joachim Kersten wird als Nachlassverwalter von Peter Rühmkorf dessen Born gewidmetes Gedicht „Vorvorletztes Lied“ sowie einen längeren, bislang unbekannten Abschiedsbrief Peter Rühmkorfs an den todkranken Freund vortragen; der Schauspieler Wolfgang Kaven, der in der “Fälschung“ mitspielte, liest nun aus den Erinnerungen Volker Schlöndorffs; der Büchner-Preisträger Arnold Stadler leuchtet die weniger beachteten frühen Jahre Borns in seinem eigens für das Buch verfassten Essay aus, und der Fotograf Otto Kiehn zeigt seine großformatigen Elbholzbilder – begleitet von Gedichtzitaten Borns.

Moderation Axel Kahrs

Freitag, 15. September 2017, 19.30 Uhr mit Büchertisch

 

Jan Wagner mit Georg-Büchner-Preis geehrt

Gepostet von am Juni 21, 2017 in Allgemein | Keine Kommentare

 

Der Künstlerhof Schreyahn gratuliert
seinem Stipendiaten Jan Wagner von Herzen!

 

wendländisch

für Christiane und Axel

hier bin ich, trete hinaus zu meinem gefolge
von maulwurfshügeln vorm haus, berechne
gänsewinkel am himmel, betrachte am feldrand
die birkenkorallen, im hof nebenan den pflug,
der den rausch der letzten saison ausschläft.
kein tag ohne springendes reh, ohne kranich
und bussard, meine augenbeute.

die alte villa des bergwerkdirektors –
zwei pfauen lassen ihre mineralisch
blaue ader durch den garten wachsen.
am abend liegt das licht aus den wohnzimmern
warm wie blütenstaub auf dem märzgras,
und bauer oelkes milch in der karaffe
aus glas, vergessen auf dem tisch,
leuchtet, strahlt so hell, daß bis zum morgen
die falter an die fensterscheiben prasseln.

hier bin ich, wandere
von köhlen über steine bis nach luckau,
von lensian bis nach schlendrian
und nach gusto bis wustrow
wie durch ein stundenbuch, trete
direkt vom winter in den frühling ein.
und mit der plötzlichen sonne erscheint
mein schatten auf der anderen seite vom graben,
fliegt krächzend auf.

Guntram Vesper liest aus „Frohburg“

Gepostet von am Juni 6, 2017 in Lesung | Keine Kommentare

Foto: Volker Poland

Im Jahr nach Jan Wagner erhielt Guntram Vesper, zweifacher Stipendiat im Künstlerhof, den Leipziger Buchmessen-Preis für seinen Monumental-Roman „Frohburg“, der als opus magnum dieses Schriftstellers gilt. Die Kritik feierte das Werk einhellig als „Jahrhundertroman“ zur deutschen Geschichte. Im März 2017 wurde Guntram Vesper dafür in Leipzig mit dem neu geschaffenen Erich Loest-Preis ausgezeichnet, jetzt liest er im Künstlerhof Schreyahn im „Kulturfrühling“.

Sonntag, 18. Juni, 17 Uhr in der Großen Diele des Künstlerhofs

Contemporary Duo: Posaune und Klavier spielen Neue und Alte Musik

Gepostet von am April 25, 2017 in Konzert | Keine Kommentare

Foto: Naoshi Kukiyama

Das 2004 gegründete CONTEMPORARY DUO mit Kôsei Murata, Posaune, und Kazue Nakamura, Klavier, hat sich auf zeitgenössische Musik spezialisiert und bereits zahlreiche Komponisten in und außerhalb Japans mit neuen Werken für die eigene Besetzung betraut. Das Duo möchte seine bislang auf Japan beschränkten Aktivitäten ausweiten und stellt sich nun vom 7. bis 18. Mai in fünf Städten in der Schweiz und Deutschland vor.

 

Konzert mit Alter und Neuer Musik. Einladung zum Gespräch mit den Künstlern.

Sonntag, 14. Mai, 17 Uhr in der Großen Diele des Künstlerhofs

gefördert durch:

 

 

 

 

 

 

Internationales Niveau: Minguet-Quartett im Künstlerhof

Gepostet von am April 25, 2017 in Konzert | Keine Kommentare

Foto: Frank Rossbach

Das Minguet Quartett – gegründet 1988 – zählt heute zu den international gefragtesten Streichquartetten und gastiert in allen großen Konzertsälen der Welt, wobei seine so leidenschaftlichen wie intelligenten Interpretationen für begeisternde Hörerfahrungen sorgen – in Schreyahn werden die vier Künstler neben klassischen Stücken von Gustav Mahler und Antonin Dvorak ein Stück unseres Stipendiaten Gordon Williamson uraufführen und auch ein Stück unserer geschätzten Stipendiatin Snezana Nesic spielen.

 

Dienstag, 6. Juni, 19 Uhr in der Großen Diele des Künstlerhofs

gefördert durch:

 

Jan Wagner, „Giersch, Gedichte und Prosa“

Gepostet von am April 2, 2017 in Lesung | Keine Kommentare

Eine literarische Naturwanderung in Lesung und Gespräch – Moderation Axel Kahrs
am Sonntag, 23. April, 17 Uhr, in der Großen Diele des Künstlerhofs

Es war eine Sensation, als Jan Wagner vor zwei Jahren den Buchmessen-Preis für seinen Gedichtband erhielt, alle gepriesenen Bestseller und aktuellen Romane spielerisch überholend, vom Giersch erzählend, von Weidenkätzchen, Morchel und Melde. Inzwischen traf er sie alle wieder: auf einem wendischen Bauernhof, der nun seine Stipendiatenstätte ist. Und mehr noch: in seinem neuen Prosaband „Der verschlossene Raum“ entführt er seine Leser in literarische Gefilde wie Bibliotheken, Buchhandlungen und oder Ateliers dieser Welt, ob in Dublin, Rom oder Los Angeles, immer dabei der Zauber der Sprache. Ein magischer Autor, klug und unterhaltsam, Geist und Gemüt erhellend.

„Pegasus in Gorleben“ – die Zweite!

Gepostet von am März 8, 2017 in Lesung, Vortrag | Keine Kommentare

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Förderer,

die Lesung im Künstlerhof anlässlich der 40-jährigen Wiederkehr der Standortbenennung Gorlebens war so gut besucht, dass ich leider mehrere Dutzend Besucher aus sicherheitstechnischen Gründen abweisen musste. Das tut mir sehr leid. Ich lade Sie daher erneut zur Wiederholungslesung mit den beiden Rezitatoren Ingrid Birkholz und Wolfgang Kaven sowie dem Schriftsteller Andreas Maier ein: ihre Texte werden die vergangenen vier Jahrzehnte erneut lebendig werden lassen. Bitte auch weitersagen:

 „Pegasus in Gorleben“ – die Zweite!

Das geflügelte Pferd, seit der Antike Sinnbild für die freie Dichtung, gibt den Namen her für eine Lesung im Künstlerhof Schreyahn mit literarischen Texten zum andauernden Konflikt um den atomaren Müll in Gorleben und anderswo.

Am Sonntag, den 19. März, werden wir ab 17 Uhr in Erinnerung rufen, was die Dichter und die Dichtung im heißen Kampf um das Atom zu sagen wussten: Der Autor Andreas Maier wird seinen schon fast legendären ZEIT-Artikel „Die Legende vom Salzstock“ lebendig werden lassen und seine Wanderung im Elbholz aus „Bullau“ schildern. Der Schauspieler Wolfgang Kaven liest die frühen Tagebücher von Hans Christoph Buch sowie Gedichte und die Wider-stands-Rede Nicolas Borns. Wolf Biermanns „Gorleben-Lied“ gehört ebenso dazu wie die von Ingrid Birkholz vorgetragenen Reflexionen von Christa Wolf, Dorothee Sölle und Marie Luise Kaschnitz: Kein idyllischer Rückblick, kein Poe-siealbum, sondern engagierte Literatur, begleitend, zweifelnd, mahnend, an-spornend, vorausschauend. – Der Eintritt ist frei, der Erkenntnisgewinn gewiss.

Unterstützt vom Förderverein der Stipendiatenstätte Künstlerhof Schreyahn

„Pegasus in Gorleben – Literatur und Dichtung zum atomaren Konflikt“

Gepostet von am Januar 6, 2017 in Lesung, Theater, Vortrag | Keine Kommentare

Sonntag, den 26. Februar, 17 Uhr, Große Diele im Künstlerhof

Das geflügelte Pferd, seit der Antike Sinnbild für die freie Dichtung, gibt den Namen für eine Lesung im Künstlerhof Schreyahn mit literarischen Texten zum jahrzehntelangen Konflikt um atomaren Müll in Gorleben und anderswo.

Im Rahmen der Veranstaltungen zum 40. Gründungsjubiläum der BI werden Schriftsteller und Schauspieler in Erinnerung rufen, was die Dichter und die Dichtung im heißen Kampf um das Atom zu sagen wussten: Der Autor Andreas Maier wird seinen schon fast legendären ZEIT-Artikel „Die Legende vom Salzstock“ lebendig werden lassen und seine Wanderung im Elbholz aus „Bullau“ schildern. Der Schauspieler Wolfgang Kaven liest die frühen Tagebücher von Hans Christoph Buch sowie Gedichte und Widerstands-Reden Nicolas Borns. Wolf Biermanns „Gorleben-Lied“ gehört ebenso dazu wie die von Ingrid Birkholz vorgetragenen Reflexionen von Christa Wolf, Dorothee Sölle und Marie Luise Kaschnitz: Kein idyllischer Rückblick, kein Poesiealbum, sondern engagierte Literatur, begleitend, zweifelnd, mahnend, anspornend, vorausschauend. Die Moderation hat Axel Kahrs. Der Eintritt ist frei, der Erkenntnisgewinn sicher.

Autorenlesung mit Ulrich Peltzer

Gepostet von am Oktober 12, 2016 in Lesung | Keine Kommentare

Ulrich Peltzer

Foto: A. Busch

Freitag, 14. Oktober 2016, 19.30 Uhr, Große Diele im Künstlerhof

Der Schriftsteller Ulrich Peltzer gilt als renommierter Fachmann für politische Zeitdiagnose im Gegenwartsroman. Wenn er nun im Künstlerhof sein neues Werk „Das bessere Leben“ (2015) vorstellt, so finden seine Leser und Zuhörer wieder die schillernden Anti-Helden, schwankend zwischen Karriere und Idealismus in Zeiten der Finanzen und Globalisierung. Die Kritik lobte das Buch wegen der „aufgesprengten Sätze, der dem Alltag abgelauschten zerrissenen Dialoge, der farbigen Collagen und großzügigen Zeitsprünge“ (taz).

Die öffentliche Lesung ist Auftakt einer Tagung der Leuphana Universität Lüneburg über „Ästhetiken des Widerstands“, gefördert wird sie von der Lüchower Nicolas Born-Stiftung, Büchertisch der Alten-Jeetzel-Buchhandlung Lüchow.