3. Open Air Literaturfestival im Wendland
Orte: Garten im Künstlerhof Schreyahn und die Wiese am Zukunftsort „Ein Ding der Möglichkeit“ in Salderatzen
Miteinander in die Zukunft: Vom ALLeinSEIN zum ALLeinsSEIN
„Ich werde sein.
Ich bin ein All
Und bin allein.“
Klabund
(aus: „Der arme Kaspar“; Quelle: Klabund: Das heiße Herz. Berlin 1922, S. 7.)
„Und so bedarf die Natur zuletzt des Heiligen, an dem das Ich ganz zusammengeschmolzen ist und dessen leidendes Leben nicht oder fast nicht mehr individuell empfunden wird, sondern als tiefes Gleich-, Mit- und Eins-Gefühl in allem Lebendigen.“
Friedrich Nietzsche
(Quelle: Unzeitgemäße Betrachtungen, Werke I, 6. Aufl. Frankfurt/M u. a.: Ullstein, 1969, S. 326, Schopenhauer als Erzieher Nr. 5)
Struktur
An die großen Erfolge der ersten beiden Open Air Literaturfestivals zu den Themen „Herkunft“ und „Landschaft“ im Wendland
möchten wir gerne anknüpfen. Wir haben mit den Festivals „Zusammenleben: Wurzeln und Wandel“ in
2020 sowie „Unsere Umwelt: Lebensraum und Lebenstraum?“ in 2021 rund 1.200 Gäste
im großen Garten des Künstlerhofes Schreyahn empfangen dürfen.
Zum Thema „Zukunft“ wird unter dem Veranstaltungstitel „Miteinander in die
Zukunft“ ein sommerliches Open Air Literaturfestival initiiert. Es handelt sich hierbei
um Lesungen und ausführliche Gespräche mit den Autor:innen über ihre Werke.
Dabei wird großen Wert auf interaktive Kommunikation, sowie auf den Austausch
zwischen Autor:in und Publikum und dem Austausch der Besucher:innen
untereinander gelegt.
In diesem Veranstaltungsformat geht es um Nahbarkeit, um die Nähe von Autor:in
und Publikum, den direkten kommunikativen Kontakt und das Erschaffen von
innovativen Begegnungen. Nach dem Prinzip der demokratischen Salonkultur werden
die Besucher:innen jeder einzelnen Veranstaltung dieses Literaturfestivals zum Mitdenken
und Mitreden ermutigt und ermächtigt. Die Bereitschaft einander zuzuhören soll hier bestärkt werden.
Inhalt
Zu keiner Zeit haben so viele Menschen allein gelebt. Wird das Alleinsein unsere
Zukunft bestimmen? Ist die Familie als kleinste Einheit der Gesellschaft gar ein
Auslaufmodell? Konstituieren sich gerade durch die allein lebenden Menschen
Konzepte für ein neues Miteinander im Sinne der kosmopolitischen Denkweise? Das
All-eins-sein bedeutet die Verbundenheit mit sich selbst und mit der Welt, mit allem
Lebendigen und mit dem großen Ganzen.
Zahlen und Buchstaben gehören zu den wichtigsten Zeichensystemen
von Kulturen. Zahlen haben eine universellere Gültigkeit als Alphabete. Die Zahl 1 in
dem Wort All-eins-sein wird in diesem Konzept mitgedacht. Die Zahl 1 in der Bibel
wird als Zeichen der absoluten Vollkommenheit, Einheit, Ganzheit und Unendlichkeit
gedeutet. „Alles ist Eins. Ausser der Null.“ heißt der Titel des Dokumentarfilms über
die Anfänge des Chaos Computer Clubs (CCC), der im Sommer 2021 veröffentlichtet
wurde. Computer funktionieren mit dem Binärcode 1 / 0. Binärcodes bilden die
Grundlage für die Verarbeitung digitaler Informationen. Herwart Holland-Moritz, der
Gründer des Chaos Computer Clubs, war ein Visionär einer demokratischen digitalen
Kultur. Er sagt in dem Film den Satz: „Virtuell ist nie Ersatz für menschliches
Erleben.“ Linus Neumann, einer der heutigen Sprecher des CCC und Berater für ITSicherheit
meint: „Noch bevor wir überhaupt ein Internet für die Allgemeinheit hatten,
war klar, das wird das perfekte Werkzeug für zentralisierte Kontrolle, Macht und
Überwachung, oder das perfekte Werkzeug dagegen. Und es liegt in unseren
Händen, was wir daraus machen.“
In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Wie können wir der Vereinzelung, der
Einsamkeit innerhalb der Gesellschaft entgegenwirken? Was können wir tun, wenn
uns die Spaltung der Gesellschaft immer bewusster wird? Wie kommen wir vom
Alleinsein zum All-eins-sein? Wie kann die Maxime „Denke global, handle lokal“ im
Sinne der Menschenwürde gelingen?
Sehen wir uns als Weltbürger? Wer betrachtet sich selbst als Kosmopoliten, als jemanden,
nach dessen Anschauung alle Menschen gleichwertige und gleichberechtigte Mitglieder
einer die ganze Menschheit umfassenden Gemeinschaft sind? Ist die Zugehörigkeit zu einer
bestimmten Nation für uns von untergeordneter Bedeutung? Fühlen wir uns als Kosmopoliten,
wenn wir unsere Freunde und Verwandten auf der ganzen Welt besuchen oder wenn wir mit
unseren Laptops überall auf der Welt arbeiten können? Fühlen wir uns mit der Welt
verbunden, wenn wir überall und zu jederzeit dahin reisen können, wohin wir wollen?
Doch wie soll das in Zukunft – angesichts der drohenden Klimakatastrophen –
funktionieren? Oder fühlen wir uns auch mit der Welt verbunden, wenn wir
abgetrennt von dieser uns von zu Hause aus in virtuellen Welten bewegen? Werden
wir uns mit Vergnügen mit dem „Metaversum“ eines Mark Zuckerberg begnügen?
Sieht so die neue Tech-Ära aus?
„Im FUTUR 1 ist die Frage nach der Zukunft des Menschen – oder des Menschlichen
– ziemlich schnell beantwortet: Wir sind nicht so wichtig! Menschliches Verhalten und
Erleben ist nur das RESULTAT übergeordneter Codes, die sich im Technischen, im
Wirtschaftlichen, im großen, digitalen Beschleunigungsraum vollziehen. (…) FUTUR
2 dagegen konstruiert Zukunft aus einem anderen mentalen Prozess, einer völlig
unterschiedlichen Denkweise. Während beim Wundern unsere affektive kindliche
Sensationslust befriedigt wird – unsere NEU-GIER –, verändert sich beim Staunen
etwas in uns selbst. Wir machen eine Erfahrung, die uns selbst verändert und
verwandelt. Unsere Synapsen ordnen sich neu. Wir produzieren die Zukunft – das
Neue – IN UNS selbst, indem wir unsere Sichtweisen auf die Welt verändern. Das
Wundern ist die passive Form der Erkenntnis, das STAUNEN die aktive. (…) In
FUTUR 2 entsteht das, was vor uns liegt, aus graduellen, evolutionären, kognitiven
Schritten, die sowohl Subjekt wie Objekt, Innen wie Außen beinhalten. Zukunft ist das
Produkt einer komplexen Evolution, in der WIR eine Rolle spielen. In dieser Variante
sieht die Zukunft möglicherweise gar nicht so furchtbar verschieden aus wie die
Gegenwart. Jedenfalls nicht auf den ersten Blick. Und das ist natürlich frustrierend,
wenn das „Wesen“ der Zukunft – ihr kulturelles Konstrukt – darin besteht, dass sie
sich radikal von der Gegenwart unterscheidet. Im FUTUR 2 wird die Zukunft vom
Kopf auf die Füße gestellt. Sie ist keine Fiktion mehr, sondern „werdende
Wirklichkeit“.“ Matthias Horx, https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/wie-wird-diezukunft/
Auswahl der Autor:innen
Zur Sprache gebracht werden die benannten Aspekte zum Thema „Zukunft“ in
unserem literarischen Sommer durch die Auswahl der Autor:innen und deren Werke.
Dabei wird ein Schwerpunkt auf junge Schriftstller:innen und Debütromane gelegt.
Thematisch kreisen alle vier Romane der jungen Autor:innen um Protagonist:innen,
die sich in einer wandelnden Welt zurechtfinden müssen oder sich bereits in der
Zukunft befinden und mutig ihren eigenen Weg suchen. Im Fokus steht hierbei oft die
Frage nach einem selbstbestimmten Leben.
Neben der Präsentation der drei Debütromane stehen ein Jugendbuch, ein zweiter
Roman, zwei Sachbücher, ein Essay und ein französischer Roman in deutscher
Übersetzung auf dem Programm des dritten Open Air Festivals. Diese Bücher
thematisieren das Alleinsein, den Wert echter Freundschaften, wenn das Konzept der
Familie für ein Individuum nicht funktioniert, den Umgang von totalitären Regimen mit
dem Einzelwesen, das übersteigerte Streben nach Konformität, die Fragestellung,
wie ein Miteinander ohne Normopathie gelingen kann und erzählen von Menschen,
die sich in der modernen Welt nicht mehr zurechtfinden und sich zu einer libertär
lebenden Gemeinschaft abseits der Gesellschaft zusammenschließen.
Wir beginnen mit Berit Glanz und ihrem visionären Roman „Automaton“, in dem
sich die junge Mutter Tiff mit schlecht bezahlten Online-Jobs für eine Plattform
durchschlagen muss, weil sie wegen einer Angststörung ihre Wohnung kaum
verlassen kann. Die Schriftstellerin zeichnet in ihrem zweiten Roman, der im Februar
2022 im Berlin Verlag erscheint, eine prekäre Schattenwelt hinter der Technik, die
unseren Alltag als User beherrscht und richtet den Blick auf neue
Ausbeutungsverhältnisse und die Chancen virtueller Solidarität.
In ihrem preisgekrönten Roman „Verraten“ beleuchtet Grit Poppe ein düsteres
Kapitel des DDR-Regimes: Jugendliche, die von der Stasi als Spitzel (zwangs-)
rekrutiert wurden. Am Beispiel des 15-jährigen Sebastian beschreibt die mit dem
deutsch-französischen Jugendliteraturpreis 2021 ausgezeichnete Schriftstellerin das
perfide System, bei dem Lehrkräfte und Schulleitungen mithalfen. Der Protagonist in
„Verraten“ hat ein reales Vorbild. Mit ihm hat Grit Poppe ausführliche Gespräche
geführt und auch mit weiteren Zeitzeugen und Betroffenen gesprochen. Bei der
Präsentation dieses Jugendromans sowie ihrem – mit Niklas Poppe verfassten –
aktuellen Buch „Die Weggesperrten“ soll es um Erinnerungskultur, um das Lernen
aus der Vergangenheit für die Zukunft gehen. Wer sich in der DDR nicht zur
staatskonformen Persönlichkeit formen lassen wollte, erhielt Attribute wie
„unerzogen“ oder „aufsässig“ und wurde oft in Umerziehungsheimen oder
Jugendwerkhöfen weggesperrt. Denn Angepasstheit und das Funktionieren im
Kollektiv galten der SED als unverzichtbar für den Aufbau einer sozialistischen
Gesellschaft. Wie sieht es mit der Angepasstheit im digitalen Zeitalter aus? Wie sieht
hier die Tendenz für die nahe Zukunft aus? Grit und Niklas Poppe betrachten in ihrem
Buch auch den Umgang mit „Schwererziehbaren“ zur NS-Zeit, das Schicksal der
„Verdingkinder“ in der Schweiz sowie fragwürdige Methoden in Heimen der
Gegenwart. Der Austausch mit ihrem Publikum ist Grit Poppe sehr wichtig. Bei ihren
Veranstaltungen lässt sie zwischen den Textpassagen immer Zeit für den Dialog und
erzählt viel über die Entstehungsgeschichte ihrer Bücher.
Wie brutal das selbstbestimmte Leben in Einsamkeit umschlagen kann, davon
berichtet Daniel Schreiber in seinem Essay „Allein“. Er fragt darin ebenso, weshalb
in einer Gesellschaft von Individualisten das Alleinleben als schambehaftetes
Scheitern wahrgenommen wird und stellt dar, inwiefern man auch allein glücklich
sein kann. Dabei leuchtet er aus, welche Rolle Freundschaften in diesem
Lebensmodell spielen: Können sie eine Antwort auf den Sinnverlust in einer
krisenhaften Welt sein?
Die Astrophysikerin Eva Raisig erzählt in ihrem fein gewebten, sich über Zeit und
Raum spannenden Debüt von dem glücklichen Zufall, auf eine seltene Erde zu
stoßen, und der Schwierigkeit, sich mit ihr zu verbinden. Ihr Debütroman „Seltene
Erde“ erscheint im März 2022 im Verlag Matthes & Seitz.
Der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz macht in seinem
aktuellen Buch „Das gespaltene Land: Ein Psychogramm“ eine zu geringe
innerseelische Verankerung der Demokratie für die Spaltung der Gesellschaft
verantwortlich. Dass Spaltung und nicht eine reife Form der Auseinandersetzung die
politische Bühne prägt, erklärt er aus der tiefen Selbst-Entfremdung großer Teile der
west wie der ostdeutschen Bevölkerung. Der Weg aus der Vertiefung dieser
gesellschaftlichen Spaltung liegt – seines Erachtens nach – in der Untersuchung und
Veränderung der darin zum Ausdruck kommenden Psychodynamik.
In ihrem Roman „Arkadien“ zerlegt die französische Schriftstellerin Emmanuelle
Baymack-Tam reihenweise Normative. Die Erzählerin Farah, als Mädchen
aufgewachsen und selbst davon überzeugt ein Mädchen zu sein, begreift eines
Tages, dass ihr Körper nach und nach männlicher wird. Sie wächst in einem
wunderschön gelegenen Paradies auf, denn ihre Eltern haben sich einer libertär
lebenden Kommune angeschlossen, deren Mitglieder in der modernen Welt nicht
zurechtkommen. Farah erlebt, wie die Erwachsenen beim Umsetzen ihrer eigenen
Ideale – Absage an gesellschaftliche Normen, Freikörperkultur, freie Liebe auch für
Alte und Kranke – häufig scheitern. Nachdem ein Migrant in dieses Paradies
eindringt, entpuppt sich das Prinzip der universalen Liebe als einfaches
Lippenbekenntnis. Farah ist die Einzige, die sich jeder Zuschreibung entzieht und
wird daher zum Prüfstein für die ganze Gemeinschaft. Sie entwirft eine Utopie, in der
wirklich alle Menschen aufgehoben sind, ungeachtet ihrer nationalen, sozialen oder
sexuellen Identität.
Der Gewinner des Deutschen Science-Fiction-Preises 2020 in der Kategorie »Bester
deutschsprachiger Roman« ist der „Der Würfel“ von Bijan Moini, der ebenso mit
dem Seraph 2020 als bestes Debüt ausgezeichnet wurde und mit dessen
Präsentation das Open Air Festival zum Thema „Zukunft“ abschließen wird. Der Autor
entwirft in seinem Romandebüt ein Deutschland in der nahen Zukunft, das von einem
perfekten Algorithmus gesteuert wird. Der Protagonist Taso lebt in einer
berechenbaren Welt, denn der „Würfel“ sammelt selbst intimste Daten der
Bevölkerung. Im Gegenzug wird den Menschen ein sorgenfreies Leben mit einem
Grundeinkommen und ohne Kriminalität ermöglicht. Taso, der sich dieser
Totalerfassung entzieht, ist einer der wenigen Rebellen gegen das System. Er ist
zwar einsam, doch durchaus zufrieden. Als er sich in eine Frau verliebt, die aus einer
rückständigen Sekte geflohen ist und sich nichts sehnlicher wünscht als ein Leben in
der schönen Welt des Würfels, muss er eine Entscheidung treffen.
Sechs der hier genannten acht Autor*innen haben bis zum Antragsabgabetermin –
im Fall einer Förderzusage – ihre Teilnahme am Open Air Literaturfestival zugesagt
und ihre Termine bestätigt.
Mitveranstalter
Der Clenzer Culturladen e.V. ist ein eingetragener, politisch und konfessionell
neutraler Verein zum Zwecke der Förderung von Kunst und Kultur sowie des
Gemeinschaftslebens in und um Clenze.
Der Vereinszweck wird verwirklicht
• durch die ehrenamtliche Organisation und Durchführung von Veranstaltungen
in den Bereichen der darstellenden und bildenden Kunst, der Musik sowie der
Literatur;
• im Bereich der politischen und allgemeinen Bildung und Erziehung;
• durch die Unterstützung und Förderung von Initiativen und Gruppen, die sich
für die Rechte sozial Benachteiligter einsetzen;
• durch die Überlassung der Räume des Vereins an Gruppen und
Einzelpersonen zur Durchführung von Seminaren und Kursen.
Der Clenzer Culturladen e.V. bietet seit 19 Jahren Konzerte, Theateraufführungen,
Lesungen, Ausstellungen und Filmvorführungen an. Doch nicht nur die Kultur hat hier
einen festen Platz, der Verein bietet mit seinen Räumlichkeiten auch die Möglichkeit,
politische Themen vor Ort gemeinsam zu bearbeiten und damit Veränderungen zu
bewirken.
Der Clenzer Culturladen als dritter Ort – ein gemütlicher und sozialer Raum, in dem
man neben dem eigenen Zuhause und dem Arbeitsplatz zwanglos
zusammenkommen kann, um sich auszutauschen und Gemeinschaft zu erleben.
Menschen, die von außen kommen, willkommen heißen und Neues entstehen zu
lassen, ist das Ziel des Clenzer Culturladens e.V..
Seit seiner Vereinsgründung im Jahr 2001 ist der Clenzer Culturladen nicht nur ein
beliebter Treffpunkt für Liebhaber von Kunst und Kultur, in dem ehemaligen
Kolonialwarenladen in der Langen Str. 21 b werden auch Vorträge oder Workshops
angeboten. Der Verein freut sich über rund 90 Mitglieder, davon 5 bis 10 im festen
Arbeits- und Organisationsteam.
Der gemeinnützige Verein finanziert sich ausschließlich aus Spenden- und
Mitgliedsbeiträgen mit wachsenden Zahlen selbst in der Corona-Zeit.
Nachhaltigkeit ist neben dem Spaß an der Sache auch der zentrale Aspekt beim
jährlichen Tauschmarkt. Und auch wenn z.B. der Bauernverband und der
Gemeinderat hier gemeinsam gute Konzepte zum Landschaftsschutz erarbeiten,
weht der Wind des Wandels durch den Clenzer Culturladen.( http://clenzerculturladen.
de/ )
Veranstaltungsorte
Die Stipendiatenstätte „Künstlerhof Schreyahn“ beheimatet in einem historischen
Rundlingsdorf seit 40 Jahren Autor*innen und Komponist*innen auf einem
malerischen Fachwerkhof mit einem alten Garten. Der „Künstlerhof Schreyahn“ ist
eine etablierte Institution des Wendlands mit Lesungen und Konzerten und einer
überaus ansprechenden und komfortablen Umgebung für Kunstschaffende und
Gäste. In Zeiten von Corona hat sich das großzügige Gelände sowie ganz speziell
der Garten mit altem Baumbestand als großer Vorteil erwiesen. (http://kuenstlerhofschreyahn.
de/)
Die Genossenschaft „Ein Ding der Möglichkeit“ verwandelt das alte Herrenhaus
Salderatzen gerade in einen Zukunftsort, einen Ort für co-kreatives Gestalten,
nachhaltiges Wirtschaften und gemeinschaftliches Wohnen. Sie öffnen sich für
Menschen, die von außen kommen und wünschen sich ein Miteinander: „Wir wollen
gemeinsam mit Dir neue Narrative schreiben, für eine Welt in der wir leben wollen.“
Das interdisziplinäre Team, bestehend aus Strategie, Design, Handwerk,
Projektmanagement, Wissenschaft und Kunst plant „aktuell mit sechs
Genossenschaftswohnungen, dazu das Gästehaus und weitere Tiny Houses für
Gäste. Außerdem soll es ein Kreativ- und Innovations-Lab mit Werkstätten,
Seminarraum, Veranstaltungs- und CoWorking-, Yoga- und/oder Sportraum geben,
ergänzt um die schon vorhandene und viel genutzte Kultur- und Theater-Scheune
sowie nachhaltige, regionale Gastronomie mit gesunder, überwiegend
vegan/vegetarischer Küche. (…) Den insgesamt acht Frauen und Männern aus
Hamburg und Berlin ist klar geworden, „dass wir – mit einem wachsenden Umweltund
Verantwortungsbewusstsein – uns zusammen tun müssen und Synergien
nutzen wollen. Einerseits sind es die Vorteile einer Hofgemeinschaft, anderseits das
berufliche Zusammenarbeiten an einer nachhaltigeren Form des Tourismus und der
Regionalentwicklung, an einer umwelt-positiven Form der Gastronomie und einem
innovativen Ansatz der Kreativwirtschaft.“ (Julia Nagel,
https://www.wendlandleben.de/wendland/news/julianagel.html )
„Zukunftsorte” sind Orte, die Wohnen und Arbeiten vereinen. Sie nutzen Leerstand im
ländlichen Raum, um dort neue Lebens- und Arbeitsmodelle zu entwickeln. Ihre
Betreiber:innen bringen impulsgebende Kompetenzen in den ländlichen Raum: Es
sind Menschen mit Gründergeist, Unternehmer:innen, Macher:innen. Sie erhöhen die
Standortattraktivität und tragen zur lokalen Wertschöpfung bei.
Daher passt dieser Zukunftsort perfekt zum Konzept des dritten Open Air
Literaturfestivals und wird als neuer Veranstaltungsort in die Planung miteinbezogen.
Das Festival findet zu gleichen Teilen in Salderatzen und in Schreyahn statt: Vier
Literaturgespräche werden im Zukunftsort Salderatzen und vier Literaturgespräche
werden im ruhigen Rundlingsdorf Schreyahn durchgeführt. Die zwei Workshops für
Menschen von 10 bis 100 Jahren sind im Garten des Künstlerhofes Schreyahn
geplant. Die beiden besonderen Aspekte des Wendlands – Bewahren des Alten und
Erschaffung des Neuen – also das Lernen aus der Vergangenheit für die Zukunft –
Beispiel: Rundlingsdörfer – sowie die Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen für
die Zukunft, werden somit auch durch die beiden Veranstaltungsorte widergespiegelt.
Impressum:
Veranstalter: Künstlerhof Schreyahn & Clenzer Culturladen
Konzept, Projektleitung & Moderation: Britta Gansebohm
Buchhandlung vor Ort: Alte Jeetzel-Buchhandlung
Veranstaltungsorte: Garten im Künstlerhof Schreyahn, 29462 Wustrow & Wiese am Zukunfstort „Ein Ding der Möglichkeit“ in Salderatzen
Eintritt: 8 Euro / ermäßigt 4 Euro, kostenfrei für Menschen unter 18 Jahren
Reservierung & Vorverkauf: Alte Jeetzel-Buchhandlung, Lange Straße 47, 29439 Lüchow, Telefon: 05841-5756, E-Mail: info@jeetzelbuch.de
Aktuelle Infos: www.kuenstlerhof-schreyahn.de & www.eindingdermoeglichkeit.com
Grafik der Druckerzeugnisse: Thomas Beckmann
Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Stiftung Niedersachsen und dem Landkreis Lüchow Dannenberg.
Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Künstlerhof Schreyahn e.V., der Samtgemeinde Lüchow/ Wendland und des Milchschafhofs Diahren.
Im Rahmen von „Und seitab liegt die Stadt – ein Projekt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (Förderprogramm „Kultur in ländlichen Räumen“) und des Literarischen Colloquiums Berlin.

