3. Open Air Literaturfestival im Wendland

Gepostet von am Juni 17, 2022 in Allgemein

Orte: Garten im Künstlerhof Schreyahn und die Wiese am Zukunftsort „Ein Ding der Möglichkeit“ in Salderatzen

Miteinander in die Zukunft: Vom ALLeinSEIN zum ALLeinsSEIN

„Ich werde sein.
Ich bin ein All
Und bin allein.“

Klabund
(aus: „Der arme Kaspar“; Quelle: Klabund: Das heiße Herz. Berlin 1922, S. 7.)

„Und so bedarf die Natur zuletzt des Heiligen, an dem das Ich ganz zusammengeschmolzen ist und dessen leidendes Leben nicht oder fast nicht mehr individuell empfunden wird, sondern als tiefes Gleich-, Mit- und Eins-Gefühl in allem Lebendigen.“

Friedrich Nietzsche

(Quelle: Unzeitgemäße Betrachtungen, Werke I, 6. Aufl. Frankfurt/M u. a.: Ullstein, 1969, S. 326, Schopenhauer als Erzieher Nr. 5)

Struktur

An die großen Erfolge der ersten beiden Open Air Literaturfestivals zu den Themen „Herkunft“ und „Landschaft“ im Wendland

möchten wir gerne anknüpfen. Wir haben mit den Festivals  „Zusammenleben: Wurzeln und Wandel“ in

2020 sowie „Unsere Umwelt: Lebensraum und Lebenstraum?“ in 2021 rund 1.200 Gäste 

im großen Garten des Künstlerhofes Schreyahn empfangen dürfen.

Zum Thema „Zukunft“ wird unter dem Veranstaltungstitel „Miteinander in die

Zukunft“ ein sommerliches Open Air Literaturfestival initiiert. Es handelt sich hierbei

um Lesungen und ausführliche Gespräche mit den Autor:innen über ihre Werke.

Dabei wird großen Wert auf interaktive Kommunikation, sowie auf den Austausch

zwischen Autor:in und Publikum und dem Austausch der Besucher:innen

untereinander gelegt. 

In diesem Veranstaltungsformat geht es um Nahbarkeit, um die Nähe von Autor:in

und Publikum, den direkten kommunikativen Kontakt und das Erschaffen von

innovativen Begegnungen. Nach dem Prinzip der demokratischen Salonkultur werden 

die Besucher:innen jeder einzelnen Veranstaltung dieses Literaturfestivals zum Mitdenken 

und Mitreden ermutigt und ermächtigt. Die Bereitschaft einander zuzuhören soll hier bestärkt werden. 

Inhalt

Zu keiner Zeit haben so viele Menschen allein gelebt. Wird das Alleinsein unsere

Zukunft bestimmen? Ist die Familie als kleinste Einheit der Gesellschaft gar ein

Auslaufmodell? Konstituieren sich gerade durch die allein lebenden Menschen

Konzepte für ein neues Miteinander im Sinne der kosmopolitischen Denkweise? Das

All-eins-sein bedeutet die Verbundenheit mit sich selbst und mit der Welt, mit allem

Lebendigen und mit dem großen Ganzen.

Zahlen und Buchstaben gehören zu den wichtigsten Zeichensystemen

von Kulturen. Zahlen haben eine universellere Gültigkeit als Alphabete. Die Zahl 1 in

dem Wort All-eins-sein wird in diesem Konzept mitgedacht. Die Zahl 1 in der Bibel

wird als Zeichen der absoluten Vollkommenheit, Einheit, Ganzheit und Unendlichkeit

gedeutet. „Alles ist Eins. Ausser der Null.“ heißt der Titel des Dokumentarfilms über

die Anfänge des Chaos Computer Clubs (CCC), der im Sommer 2021 veröffentlichtet

wurde. Computer funktionieren mit dem Binärcode 1 / 0. Binärcodes bilden die

Grundlage für die Verarbeitung digitaler Informationen. Herwart Holland-Moritz, der

Gründer des Chaos Computer Clubs, war ein Visionär einer demokratischen digitalen

Kultur. Er sagt in dem Film den Satz: „Virtuell ist nie Ersatz für menschliches

Erleben.“ Linus Neumann, einer der heutigen Sprecher des CCC und Berater für ITSicherheit

meint: „Noch bevor wir überhaupt ein Internet für die Allgemeinheit hatten,

war klar, das wird das perfekte Werkzeug für zentralisierte Kontrolle, Macht und

Überwachung, oder das perfekte Werkzeug dagegen. Und es liegt in unseren

Händen, was wir daraus machen.“

In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Wie können wir der Vereinzelung, der

Einsamkeit innerhalb der Gesellschaft entgegenwirken? Was können wir tun, wenn

uns die Spaltung der Gesellschaft immer bewusster wird? Wie kommen wir vom

Alleinsein zum All-eins-sein? Wie kann die Maxime „Denke global, handle lokal“ im

Sinne der Menschenwürde gelingen? 

Sehen wir uns als Weltbürger? Wer betrachtet sich selbst als Kosmopoliten, als jemanden, 

nach dessen Anschauung alle Menschen gleichwertige und gleichberechtigte Mitglieder 

einer die ganze Menschheit umfassenden Gemeinschaft sind? Ist die Zugehörigkeit zu einer 

bestimmten Nation für uns von untergeordneter Bedeutung? Fühlen wir uns als Kosmopoliten, 

wenn wir unsere Freunde und Verwandten auf der ganzen Welt besuchen oder wenn wir mit

unseren Laptops überall auf der Welt arbeiten können? Fühlen wir uns mit der Welt

verbunden, wenn wir überall und zu jederzeit dahin reisen können, wohin wir wollen?

Doch wie soll das in Zukunft – angesichts der drohenden Klimakatastrophen –

funktionieren? Oder fühlen wir uns auch mit der Welt verbunden, wenn wir

abgetrennt von dieser uns von zu Hause aus in virtuellen Welten bewegen? Werden

wir uns mit Vergnügen mit dem „Metaversum“ eines Mark Zuckerberg begnügen?

Sieht so die neue Tech-Ära aus?

„Im FUTUR 1 ist die Frage nach der Zukunft des Menschen – oder des Menschlichen

– ziemlich schnell beantwortet: Wir sind nicht so wichtig! Menschliches Verhalten und

Erleben ist nur das RESULTAT übergeordneter Codes, die sich im Technischen, im

Wirtschaftlichen, im großen, digitalen Beschleunigungsraum vollziehen. (…) FUTUR

2 dagegen konstruiert Zukunft aus einem anderen mentalen Prozess, einer völlig

unterschiedlichen Denkweise. Während beim Wundern unsere affektive kindliche

Sensationslust befriedigt wird – unsere NEU-GIER –, verändert sich beim Staunen

etwas in uns selbst. Wir machen eine Erfahrung, die uns selbst verändert und

verwandelt. Unsere Synapsen ordnen sich neu. Wir produzieren die Zukunft – das

Neue – IN UNS selbst, indem wir unsere Sichtweisen auf die Welt verändern. Das

Wundern ist die passive Form der Erkenntnis, das STAUNEN die aktive. (…) In

FUTUR 2 entsteht das, was vor uns liegt, aus graduellen, evolutionären, kognitiven

Schritten, die sowohl Subjekt wie Objekt, Innen wie Außen beinhalten. Zukunft ist das

Produkt einer komplexen Evolution, in der WIR eine Rolle spielen. In dieser Variante

sieht die Zukunft möglicherweise gar nicht so furchtbar verschieden aus wie die

Gegenwart. Jedenfalls nicht auf den ersten Blick. Und das ist natürlich frustrierend,

wenn das „Wesen“ der Zukunft – ihr kulturelles Konstrukt – darin besteht, dass sie

sich radikal von der Gegenwart unterscheidet. Im FUTUR 2 wird die Zukunft vom

Kopf auf die Füße gestellt. Sie ist keine Fiktion mehr, sondern „werdende

Wirklichkeit“.“ Matthias Horx, https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/wie-wird-diezukunft/

Auswahl der Autor:innen

Zur Sprache gebracht werden die benannten Aspekte zum Thema „Zukunft“ in

unserem literarischen Sommer durch die Auswahl der Autor:innen und deren Werke.

Dabei wird ein Schwerpunkt auf junge Schriftstller:innen und Debütromane gelegt.

Thematisch kreisen alle vier Romane der jungen Autor:innen um Protagonist:innen,

die sich in einer wandelnden Welt zurechtfinden müssen oder sich bereits in der

Zukunft befinden und mutig ihren eigenen Weg suchen. Im Fokus steht hierbei oft die

Frage nach einem selbstbestimmten Leben. 

Neben der Präsentation der drei Debütromane stehen ein Jugendbuch, ein zweiter

Roman, zwei Sachbücher, ein Essay und ein französischer Roman in deutscher

Übersetzung auf dem Programm des dritten Open Air Festivals. Diese Bücher

thematisieren das Alleinsein, den Wert echter Freundschaften, wenn das Konzept der

Familie für ein Individuum nicht funktioniert, den Umgang von totalitären Regimen mit

dem Einzelwesen, das übersteigerte Streben nach Konformität, die Fragestellung,

wie ein Miteinander ohne Normopathie gelingen kann und erzählen von Menschen,

die sich in der modernen Welt nicht mehr zurechtfinden und sich zu einer libertär

lebenden Gemeinschaft abseits der Gesellschaft zusammenschließen.

Wir beginnen mit Berit Glanz und ihrem visionären Roman „Automaton“, in dem

sich die junge Mutter Tiff mit schlecht bezahlten Online-Jobs für eine Plattform

durchschlagen muss, weil sie wegen einer Angststörung ihre Wohnung kaum

verlassen kann. Die Schriftstellerin zeichnet in ihrem zweiten Roman, der im Februar

2022 im Berlin Verlag erscheint, eine prekäre Schattenwelt hinter der Technik, die

unseren Alltag als User beherrscht und richtet den Blick auf neue

Ausbeutungsverhältnisse und die Chancen virtueller Solidarität.

In ihrem preisgekrönten Roman „Verraten“ beleuchtet Grit Poppe ein düsteres

Kapitel des DDR-Regimes: Jugendliche, die von der Stasi als Spitzel (zwangs-)

rekrutiert wurden. Am Beispiel des 15-jährigen Sebastian beschreibt die mit dem

deutsch-französischen Jugendliteraturpreis 2021 ausgezeichnete Schriftstellerin das

perfide System, bei dem Lehrkräfte und Schulleitungen mithalfen. Der Protagonist in

„Verraten“ hat ein reales Vorbild. Mit ihm hat Grit Poppe ausführliche Gespräche

geführt und auch mit weiteren Zeitzeugen und Betroffenen gesprochen. Bei der

Präsentation dieses Jugendromans sowie ihrem – mit Niklas Poppe verfassten –

aktuellen Buch „Die Weggesperrten“ soll es um Erinnerungskultur, um das Lernen

aus der Vergangenheit für die Zukunft gehen. Wer sich in der DDR nicht zur

staatskonformen Persönlichkeit formen lassen wollte, erhielt Attribute wie

„unerzogen“ oder „aufsässig“ und wurde oft in Umerziehungsheimen oder

Jugendwerkhöfen weggesperrt. Denn Angepasstheit und das Funktionieren im

Kollektiv galten der SED als unverzichtbar für den Aufbau einer sozialistischen

Gesellschaft. Wie sieht es mit der Angepasstheit im digitalen Zeitalter aus? Wie sieht

hier die Tendenz für die nahe Zukunft aus? Grit und Niklas Poppe betrachten in ihrem

Buch auch den Umgang mit „Schwererziehbaren“ zur NS-Zeit, das Schicksal der

„Verdingkinder“ in der Schweiz sowie fragwürdige Methoden in Heimen der

Gegenwart. Der Austausch mit ihrem Publikum ist Grit Poppe sehr wichtig. Bei ihren

Veranstaltungen lässt sie zwischen den Textpassagen immer Zeit für den Dialog und

erzählt viel über die Entstehungsgeschichte ihrer Bücher.

Wie brutal das selbstbestimmte Leben in Einsamkeit umschlagen kann, davon

berichtet Daniel Schreiber in seinem Essay „Allein“. Er fragt darin ebenso, weshalb

in einer Gesellschaft von Individualisten das Alleinleben als schambehaftetes

Scheitern wahrgenommen wird und stellt dar, inwiefern man auch allein glücklich

sein kann. Dabei leuchtet er aus, welche Rolle Freundschaften in diesem

Lebensmodell spielen: Können sie eine Antwort auf den Sinnverlust in einer

krisenhaften Welt sein?

Die Astrophysikerin Eva Raisig erzählt in ihrem fein gewebten, sich über Zeit und

Raum spannenden Debüt von dem glücklichen Zufall, auf eine seltene Erde zu

stoßen, und der Schwierigkeit, sich mit ihr zu verbinden. Ihr Debütroman „Seltene

Erde“ erscheint im März 2022 im Verlag Matthes & Seitz.

Der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz macht in seinem

aktuellen Buch „Das gespaltene Land: Ein Psychogramm“ eine zu geringe

innerseelische Verankerung der Demokratie für die Spaltung der Gesellschaft

verantwortlich. Dass Spaltung und nicht eine reife Form der Auseinandersetzung die

politische Bühne prägt, erklärt er aus der tiefen Selbst-Entfremdung großer Teile der

west wie der ostdeutschen Bevölkerung. Der Weg aus der Vertiefung dieser

gesellschaftlichen Spaltung liegt – seines Erachtens nach – in der Untersuchung und

Veränderung der darin zum Ausdruck kommenden Psychodynamik.

In ihrem Roman „Arkadien“ zerlegt die französische Schriftstellerin Emmanuelle

Baymack-Tam reihenweise Normative. Die Erzählerin Farah, als Mädchen

aufgewachsen und selbst davon überzeugt ein Mädchen zu sein, begreift eines

Tages, dass ihr Körper nach und nach männlicher wird. Sie wächst in einem

wunderschön gelegenen Paradies auf, denn ihre Eltern haben sich einer libertär

lebenden Kommune angeschlossen, deren Mitglieder in der modernen Welt nicht

zurechtkommen. Farah erlebt, wie die Erwachsenen beim Umsetzen ihrer eigenen

Ideale – Absage an gesellschaftliche Normen, Freikörperkultur, freie Liebe auch für

Alte und Kranke – häufig scheitern. Nachdem ein Migrant in dieses Paradies

eindringt, entpuppt sich das Prinzip der universalen Liebe als einfaches

Lippenbekenntnis. Farah ist die Einzige, die sich jeder Zuschreibung entzieht und

wird daher zum Prüfstein für die ganze Gemeinschaft. Sie entwirft eine Utopie, in der

wirklich alle Menschen aufgehoben sind, ungeachtet ihrer nationalen, sozialen oder

sexuellen Identität.

Der Gewinner des Deutschen Science-Fiction-Preises 2020 in der Kategorie »Bester

deutschsprachiger Roman« ist der „Der Würfel“ von Bijan Moini, der ebenso mit

dem Seraph 2020 als bestes Debüt ausgezeichnet wurde und mit dessen

Präsentation das Open Air Festival zum Thema „Zukunft“ abschließen wird. Der Autor

entwirft in seinem Romandebüt ein Deutschland in der nahen Zukunft, das von einem

perfekten Algorithmus gesteuert wird. Der Protagonist Taso lebt in einer

berechenbaren Welt, denn der „Würfel“ sammelt selbst intimste Daten der

Bevölkerung. Im Gegenzug wird den Menschen ein sorgenfreies Leben mit einem

Grundeinkommen und ohne Kriminalität ermöglicht. Taso, der sich dieser

Totalerfassung entzieht, ist einer der wenigen Rebellen gegen das System. Er ist

zwar einsam, doch durchaus zufrieden. Als er sich in eine Frau verliebt, die aus einer

rückständigen Sekte geflohen ist und sich nichts sehnlicher wünscht als ein Leben in

der schönen Welt des Würfels, muss er eine Entscheidung treffen.

Sechs der hier genannten acht Autor*innen haben bis zum Antragsabgabetermin –

im Fall einer Förderzusage – ihre Teilnahme am Open Air Literaturfestival zugesagt

und ihre Termine bestätigt.

Mitveranstalter

Der Clenzer Culturladen e.V. ist ein eingetragener, politisch und konfessionell

neutraler Verein zum Zwecke der Förderung von Kunst und Kultur sowie des

Gemeinschaftslebens in und um Clenze.

Der Vereinszweck wird verwirklicht

• durch die ehrenamtliche Organisation und Durchführung von Veranstaltungen

in den Bereichen der darstellenden und bildenden Kunst, der Musik sowie der

Literatur;

• im Bereich der politischen und allgemeinen Bildung und Erziehung;

• durch die Unterstützung und Förderung von Initiativen und Gruppen, die sich

für die Rechte sozial Benachteiligter einsetzen;

• durch die Überlassung der Räume des Vereins an Gruppen und

Einzelpersonen zur Durchführung von Seminaren und Kursen.

Der Clenzer Culturladen e.V. bietet seit 19 Jahren Konzerte, Theateraufführungen,

Lesungen, Ausstellungen und Filmvorführungen an. Doch nicht nur die Kultur hat hier

einen festen Platz, der Verein bietet mit seinen Räumlichkeiten auch die Möglichkeit,

politische Themen vor Ort gemeinsam zu bearbeiten und damit Veränderungen zu

bewirken.

Der Clenzer Culturladen als dritter Ort – ein gemütlicher und sozialer Raum, in dem

man neben dem eigenen Zuhause und dem Arbeitsplatz zwanglos

zusammenkommen kann, um sich auszutauschen und Gemeinschaft zu erleben.

Menschen, die von außen kommen, willkommen heißen und Neues entstehen zu

lassen, ist das Ziel des Clenzer Culturladens e.V..

Seit seiner Vereinsgründung im Jahr 2001 ist der Clenzer Culturladen nicht nur ein

beliebter Treffpunkt für Liebhaber von Kunst und Kultur, in dem ehemaligen

Kolonialwarenladen in der Langen Str. 21 b werden auch Vorträge oder Workshops

angeboten. Der Verein freut sich über rund 90 Mitglieder, davon 5 bis 10 im festen

Arbeits- und Organisationsteam.

Der gemeinnützige Verein finanziert sich ausschließlich aus Spenden- und

Mitgliedsbeiträgen mit wachsenden Zahlen selbst in der Corona-Zeit.

Nachhaltigkeit ist neben dem Spaß an der Sache auch der zentrale Aspekt beim

jährlichen Tauschmarkt. Und auch wenn z.B. der Bauernverband und der

Gemeinderat hier gemeinsam gute Konzepte zum Landschaftsschutz erarbeiten,

weht der Wind des Wandels durch den Clenzer Culturladen.( http://clenzerculturladen.

de/ )

Veranstaltungsorte

Die Stipendiatenstätte „Künstlerhof Schreyahn“ beheimatet in einem historischen

Rundlingsdorf seit 40 Jahren Autor*innen und Komponist*innen auf einem

malerischen Fachwerkhof mit einem alten Garten. Der „Künstlerhof Schreyahn“ ist

eine etablierte Institution des Wendlands mit Lesungen und Konzerten und einer

überaus ansprechenden und komfortablen Umgebung für Kunstschaffende und

Gäste. In Zeiten von Corona hat sich das großzügige Gelände sowie ganz speziell

der Garten mit altem Baumbestand als großer Vorteil erwiesen. (http://kuenstlerhofschreyahn.

de/)

Die Genossenschaft „Ein Ding der Möglichkeit“ verwandelt das alte Herrenhaus

Salderatzen gerade in einen Zukunftsort, einen Ort für co-kreatives Gestalten,

nachhaltiges Wirtschaften und gemeinschaftliches Wohnen. Sie öffnen sich für

Menschen, die von außen kommen und wünschen sich ein Miteinander: „Wir wollen

gemeinsam mit Dir neue Narrative schreiben, für eine Welt in der wir leben wollen.“

https://eindingdermoeglichkeit.com/

Das interdisziplinäre Team, bestehend aus Strategie, Design, Handwerk,

Projektmanagement, Wissenschaft und Kunst plant „aktuell mit sechs

Genossenschaftswohnungen, dazu das Gästehaus und weitere Tiny Houses für

Gäste. Außerdem soll es ein Kreativ- und Innovations-Lab mit Werkstätten,

Seminarraum, Veranstaltungs- und CoWorking-, Yoga- und/oder Sportraum geben,

ergänzt um die schon vorhandene und viel genutzte Kultur- und Theater-Scheune

sowie nachhaltige, regionale Gastronomie mit gesunder, überwiegend

vegan/vegetarischer Küche. (…) Den insgesamt acht Frauen und Männern aus

Hamburg und Berlin ist klar geworden, „dass wir – mit einem wachsenden Umweltund

Verantwortungsbewusstsein – uns zusammen tun müssen und Synergien

nutzen wollen. Einerseits sind es die Vorteile einer Hofgemeinschaft, anderseits das

berufliche Zusammenarbeiten an einer nachhaltigeren Form des Tourismus und der

Regionalentwicklung, an einer umwelt-positiven Form der Gastronomie und einem

innovativen Ansatz der Kreativwirtschaft.“ (Julia Nagel,

https://www.wendlandleben.de/wendland/news/julianagel.html )

„Zukunftsorte” sind Orte, die Wohnen und Arbeiten vereinen. Sie nutzen Leerstand im

ländlichen Raum, um dort neue Lebens- und Arbeitsmodelle zu entwickeln. Ihre

Betreiber:innen bringen impulsgebende Kompetenzen in den ländlichen Raum: Es

sind Menschen mit Gründergeist, Unternehmer:innen, Macher:innen. Sie erhöhen die

Standortattraktivität und tragen zur lokalen Wertschöpfung bei.

Daher passt dieser Zukunftsort perfekt zum Konzept des dritten Open Air

Literaturfestivals und wird als neuer Veranstaltungsort in die Planung miteinbezogen.

Das Festival findet zu gleichen Teilen in Salderatzen und in Schreyahn statt: Vier

Literaturgespräche werden im Zukunftsort Salderatzen und vier Literaturgespräche

werden im ruhigen Rundlingsdorf Schreyahn durchgeführt. Die zwei Workshops für

Menschen von 10 bis 100 Jahren sind im Garten des Künstlerhofes Schreyahn

geplant. Die beiden besonderen Aspekte des Wendlands – Bewahren des Alten und

Erschaffung des Neuen – also das Lernen aus der Vergangenheit für die Zukunft –

Beispiel: Rundlingsdörfer – sowie die Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen für

die Zukunft, werden somit auch durch die beiden Veranstaltungsorte widergespiegelt.

Impressum:

Veranstalter: Künstlerhof Schreyahn & Clenzer Culturladen

Konzept, Projektleitung & Moderation: Britta Gansebohm

Buchhandlung vor Ort: Alte Jeetzel-Buchhandlung

Veranstaltungsorte: Garten im Künstlerhof Schreyahn, 29462 Wustrow & Wiese am Zukunfstort „Ein Ding der Möglichkeit“ in Salderatzen

Eintritt: 8 Euro / ermäßigt 4 Euro, kostenfrei für Menschen unter 18 Jahren

Reservierung & Vorverkauf: Alte Jeetzel-Buchhandlung, Lange Straße 47, 29439 Lüchow, Telefon: 05841-5756, E-Mail: info@jeetzelbuch.de

Aktuelle Infos: www.kuenstlerhof-schreyahn.de & www.eindingdermoeglichkeit.com

Grafik der Druckerzeugnisse: Thomas Beckmann

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Stiftung Niedersachsen und dem Landkreis Lüchow Dannenberg. 

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Künstlerhof Schreyahn e.V., der Samtgemeinde Lüchow/ Wendland und des Milchschafhofs Diahren. 

Im Rahmen von „Und seitab liegt die Stadt – ein Projekt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (Förderprogramm „Kultur in ländlichen Räumen“) und des Literarischen Colloquiums Berlin.