Stipendiaten-Lesung von Hans-Peter Kunisch

Der aktuelle Stipendiat Hans-Peter Kunisch, 1962 in Visp, Schweiz geboren, ist eher als Journalist für die Süddeutsche Zeitung und andere Medien bekannt, beschäftigt sich aber seit einiger Zeit hauptsächlich mit einem Roman-Doppelprojekt, das den Spuren des Zwanzigsten Jahrhunderts über die verschiedenen Lebensgeschichten seiner Familie folgt. Die Verschonten geht diversen Schicksalen in der teils russlanddeutschen Familie seiner Mutter nach, Der Deserteur dem Leben seines im Zweiten Weltkrieg, nach Einsätzen in Tschechien, Ukraine und Frankreich in die Schweiz desertierten sudetendeutschen Vaters. Das unterschiedliche Milieu, Bildungsbürgertum vs. bäuerliche Herkunft, spielt für Art und Grad der Verwicklung in die zeitgenössische Geschichte eine große Rolle. Lesen wird Kunisch am Sonntag, den 22.10.17 in Schreyahn aus dem Deserteur und einer ganz anderen, Berliner Geschichte, Nähe. In ihr wird der Ich-Erzähler, der in ein neues Viertel zieht, in einer Bar seiner nächsten Umgebung mit einem Doppelgänger konfrontiert, dessen „Verrücktheiten“ den Erzähler in existentielle Unruhe versetzen und das Verhältnis zu den Menschen um ihn herum gefährden. Alles vor dem Hintergrund der sich rasch verändernden Berliner Kulisse der letzten Jahre, die Stimmungen und Wirklichkeiten bereithält, die ganze Stadtteile verändern. Beginn 18.00 Uhr in der großen Diele des Künstlerhofs...

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Buchpräsentation „Unter Freunden – Nicolas Born: Leben, Werk und Wirkung“

Buchpräsentation „Unter Freunden – Nicolas Born: Leben, Werk und Wirkung“ Buchpremiere im Künstlerhof: Das demnächst im Wallstein Verlag (Göttingen) erscheinende Buch „Unter Freunden – Nicolas Born: Leben, Werk und Wirkung“ wird einen Tag nach der Verleihung des niedersächsischen Nicolas- Born-Preises im Künstlerhof Schreyahn der Öffentlichkeit präsentiert. Diese Publikation, die von Axel Kahrs herausgegeben und vom niedersächsischen MWK, der Born-Stiftung (Lüchow) und dem Landkreis Lüchow-Dannenberg gefördert wird, will interessierten Lesern, sowohl Einsteigern als auch Kennern, ein differenziertes und vielstimmiges Bild des Schriftstellers vermitteln. Der Lebensweg und das Schaffen Nicolas Borns werden in einem einführenden Essay umrissen, bevor die Freunde und Weggefährten mit ihren Erinnerungen und Würdigungen zu Wort kommen. Zu den zahlreichen Beiträgern gehören auch Peter Handke, Günter Grass, Martin Walser, Volker Schlöndorff und Michael Krüger. Die Freunde und Gäste des Künstlerhofes haben nun die Gelegenheit, das neue Buch kennen zu lernen, zahlreiche Autoren haben dazu ihr Kommen angesagt: Der Journalist Kai Hermann („Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“) wird sich in einem eigens für das Buch verfassten und bislang ungedruckten Rückblick an den Konflikt mit Nicolas Born erinnern, der zum Roman „Die Fälschung“ führte; der Literaturwissenschaftler Joachim Kersten wird als Nachlassverwalter von Peter Rühmkorf dessen Born gewidmetes Gedicht „Vorvorletztes Lied“ sowie einen längeren, bislang unbekannten Abschiedsbrief Peter Rühmkorfs an den todkranken Freund vortragen; der Schauspieler Wolfgang Kaven, der in der “Fälschung“ mitspielte, liest nun aus den Erinnerungen Volker Schlöndorffs; der Büchner-Preisträger Arnold Stadler leuchtet die weniger beachteten frühen Jahre Borns in seinem eigens für das Buch verfassten Essay aus, und der Fotograf Otto Kiehn zeigt seine großformatigen Elbholzbilder – begleitet von Gedichtzitaten Borns. Moderation Axel Kahrs Freitag, 15. September 2017, 19.30 Uhr mit Büchertisch...

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