Wer liest gewinnt

Am 21.Februar fand der diesjährige Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs im Künstlerhof Schreyahn statt. Ausgerichtet wird er von der Alten Jeetzel Buchhandlung aus Lüchow und der Buchhandlung Buch und Musik aus Dannenberg in Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels. 7 Sechstklässler lasen um die Wette. Für den Landkreis Lüchow-Dannenberg fährt Lino Sambou zur nächsten Wettbewerbsetappe nach Hannover. Herzlichen...

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Beute – Pauline de Bok liest aus ihrem neuen Buch

Die niederländische Autorin Pauline de Bok, die 2009 durch ihr Buch Blankow oder Das Verlangen nach Heimat berühmt wurde, besucht wieder den Künstlerhof Schreyahn. Bereits 2011 war sie als Stipendiatin in Schreyahn zu Gast und entdeckte hier bei den Recherchen für ihr Buch Die Jägerin eine neue, ungewöhnliche Leidenschaft: die Jagd. Ein Jahr im Rhythmus der Natur – fesselnd erzählt von einer großen Stilistin. Von der ersten Spur bis zum Schuss, vom Aufbrechen des Wildes bis zum Verzehr: Pauline de Bok nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Jagd. Ihr glänzend geschriebenes Buch ist zugleich eine Reflexion über die Natur des Menschen als Jäger, die Lust am Beutemachen, das Essen von Tieren und die moralische Verantwortung. Zunächst ist es nur ein Experiment: Um einen Roman zu schreiben, macht Pauline de Bok den Jagdschein. Doch die Jagd weckt etwas in ihr, verändert ihr Leben, sie bleibt Jägerin und zieht sich für ein Jahr in einen umgebauten Kuhstall in Mecklenburg zurück. In dem dort entstandenen Buch berichtet sie von ihrem einsamen Leben inmitten von Feldern, Seen und Wäldern im Rhythmus der Jahreszeiten. Sie beobachtet Wildschweine, Rehe, Damwildrudel, Füchse, Hasen, hält Ausschau nach Wölfen, geht bei Wind und Regen auf Ansitz, beteiligt sich an Drückjagden und verwertet ihre Beute vom Kopf bis zum Schwanz. In ihren mitreißenden Erzählungen erweist sich die Jagd als eine höchst aufschlussreiche Aktivität: Ein Jäger muss sich in die Tiere hineinversetzen, aber er muss sich auch selbst kennen: seine Motive, Fähigkeiten, Schwächen und seinen Jagdinstinkt. Zugleich hält die Jagd einer Gesellschaft den Spiegel vor, die immer mehr Tiere „verbraucht“, aber vom Töten nichts wissen will. Pauline de Boks Jagd-Buch lässt uns ganz neu über das Verhältnis von Mensch und Tier und den Platz des Menschen in der Natur nachdenken. Ein Buch für Nichtjäger – aber auch für Jäger moderiert durch Axel Kahrs Freitag, 23.02.2018 Beginn 19.30 Uhr in der großen Diele – mit...

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„Abschied vom Leben“ ein Thema – ein Buch – ein Dialog

Nein, Tempotaschentücher, Tränen und Trauerklöße prägen nicht die Veranstaltung zum Thema „Abschied vom Leben“, auf der der Arzt und Sachbuchautor Michael de Ridder sein jüngst erschienenes Buch vorstellen wird. Der Autor hatte schon in der ZEIT, im SPIEGEL und der Süddeutschen Zeitung in seinen Artikeln für mehr Offenheit und Sensibilität im Umgang mit diesem für jeden unumgänglichen Thema gefordert, er wünscht sich eine neue Medizinkultur. Nun wird er mit dem Journalisten Kai Hermann, der auf seinen Kriegs-Reportagen auch schon in Todesgefahr geriet, über das Ende, den Abschied und seine würdige Gestaltung sprechen – auch gern im Dialog mit dem Publikum. Die Moderation hat Axel Kahrs. Sonntag, den 26. November 2017, Beginn um 17.00 Uhr im großen Saal. mit...

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Stipendiaten-Lesung von Hans-Peter Kunisch

Der aktuelle Stipendiat Hans-Peter Kunisch, 1962 in Visp, Schweiz geboren, ist eher als Journalist für die Süddeutsche Zeitung und andere Medien bekannt, beschäftigt sich aber seit einiger Zeit hauptsächlich mit einem Roman-Doppelprojekt, das den Spuren des Zwanzigsten Jahrhunderts über die verschiedenen Lebensgeschichten seiner Familie folgt. Die Verschonten geht diversen Schicksalen in der teils russlanddeutschen Familie seiner Mutter nach, Der Deserteur dem Leben seines im Zweiten Weltkrieg, nach Einsätzen in Tschechien, Ukraine und Frankreich in die Schweiz desertierten sudetendeutschen Vaters. Das unterschiedliche Milieu, Bildungsbürgertum vs. bäuerliche Herkunft, spielt für Art und Grad der Verwicklung in die zeitgenössische Geschichte eine große Rolle. Lesen wird Kunisch am Sonntag, den 22.10.17 in Schreyahn aus dem Deserteur und einer ganz anderen, Berliner Geschichte, Nähe. In ihr wird der Ich-Erzähler, der in ein neues Viertel zieht, in einer Bar seiner nächsten Umgebung mit einem Doppelgänger konfrontiert, dessen „Verrücktheiten“ den Erzähler in existentielle Unruhe versetzen und das Verhältnis zu den Menschen um ihn herum gefährden. Alles vor dem Hintergrund der sich rasch verändernden Berliner Kulisse der letzten Jahre, die Stimmungen und Wirklichkeiten bereithält, die ganze Stadtteile verändern. Beginn 18.00 Uhr in der großen Diele des Künstlerhofs...

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