22.08.2026 um 18:00 Uhr: Herzliche Einladung zur Buchpremiere „Sechs Wochen im Mai. Meier vor dem großen Sprung“ (Größenwahn Verlag; Erscheinungsdatum 19.08.2026) von und mit Jonas Niemann

Gepostet von am Juli 22, 2026 in Allgemein

„Plakat zur Buchpremiere von Jonas Niemann: Lesung und Gespräch zu Sechs Wochen im Mai am Samstag, 22. August 2026, 18 Uhr, im Künstlerhof Schreyahn. Moderation: Britta Gansebohm.“

Herzliche Einladung

Lesung & Gespräch
Moderation: Britta Gansebohm

Ort: Künstlerhof Schreyahn, Rundling 19, 29462 Wustrow

Kulturbeitrag: 10 Euro / ermäßigt 5 Euro

Da die Plätze begrenzt sind, wird eine Anmeldung empfohlen unter info@salonkultur.de

  • Parkplätze werden direkt nebenan auf dem Hof der Familie Oelke zur Verfügung gestellt. Bitte nicht im Rundling auf Rasenflächen parken.
  • Getränke, Kaffee, Kuchen und Brot auf Spendenbasis  
  • Der Künstlerhof Schreyahn ist barrierefrei   

Ein Coming-of-Age-Roman über Freundschaft, erste Liebe und Identitätssuche in den 1990er Jahren

Jonas Niemann nimmt uns mit in die frühen 90er Jahre, die Mauer und der eiserne Vorhang sind gerade gefallen, und in die Unbeschwertheit der Jugend, in der es an der Schwelle zum Erwachsenwerden langsam ernst, und die Geschichte zunehmend spannend wird.

Inhalt

I Magneten

Die besten Freunde Meier, Otto und Bolzi leben in Göttingen und besuchen die 12. Klasse eines Gymnasiums. Sie sind fast immer zusammen und verhalten sich wie Magnetenzueinander: Je nach Formation ziehen sie sich an oder stoßen sich ab. An der Schwelle zum Erwachsenwerden philosophieren die drei über das Leben, erkunden die Universitätsstadt mit ihrem studentisch-quirligen Alltag, diskutieren, streiten, essen, trinken, hören Musik und tanzen – doch plötzlich wird es ernst: Auf einer Burschenschaftsparty, zu der die drei sich unbefugt Zutritt verschafft haben, verhält sich Otto leichtsinnig und droht vom Balkon zu fallen – und Meier muss sich etwas einfallen lassen.

Bei Kirjakos, dem griechischen Wirt und Geschäftspartner des ominösen Heinzi, von dem mehr gesprochen wird, als dass er in Erscheinung tritt, möchte Bolzi unbedingt auf eine geheimnisvolle Gäste-Liste: Die Aufnahme auf diese Liste, deren Bedeutung verschwommen bleibt, hat schon lange keiner mehr geschafft.

Für sein Referat bei Strohmann setzt sich Meier mit Göttingens Stadtgeschichte auseinander. Er recherchiert über die Kirchen und Klöster, das Wach- und Wehrsystem samt der Stadtbefestigung, sowie die unterschiedlichen sozialen Schichten der mittelalterlichen Stadt.

II Stromkreise

Die Vorkommnisse auf der Burschenschaftsparty haben für Otto und Meier ein unangenehmes Nachspiel mit bedrohlichen Folgen.

Meier verliebt sich in Suse. Obwohl er um ihre Bindung mit Harald weiß, stellt Meier ein Tape für Suse zusammen: Es ist als verkappte Liebeswerbung gedacht – die Auswahl der Songs will wohl überlegt, die Wirkung genau bedacht sein.

Heinzi bittet Bolzi, Otto und Meier eines Abends um einen Gefallen; Bolzi hat seinen großen Auftritt bei Kirjakos – und die Übergabe des Tapes mißlingt.

III Drehmoment

Nach dem als schwerwiegend empfundenen Scheitern Meiers bei Suse und Bolzis missglückter Kraftmeierei bei Kirjakos treten beide die Flucht nach vorne an: In den letzten Sommerferien ihres Schullebens machen sie sich auf, mit dem Fahrrad die Alpen zu überqueren. Das kostet einerseits viel Kraft, lässt sie andererseits ihre eigene spüren – und vor allem deren Grenze, an die sie auf dieser Radtour stoßen. Und schließlich erleben sie in den Alpen die enorme Kraft der Natur, in Form von Wind, Regen, Hagel, Schnee und Gewitter, und die ihrer Freundschaft – die keine Grenzen kennt.

„Ein sehr schöner Roman!“

Sven Kramer, Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Leuphana Universität Lüneburg

„Niemann kann schreiben.“ 

Bernd Saxe, Verleger, Rote Katze Verlag Lübeck

„Porträt von Jonas Niemann. Er blickt in die Kamera und trägt eine Brille, hellblaues Hemd und dunkles Sakko. Der Hintergrund ist unscharf.“

Jonas Niemann wurde 1976 in Göttingen geboren. In seiner Heimatstadt lebte er bis zum Abitur (1995). Nach Auslandsaufenthalten in Argentinien, USA und Frankreich studierte er in Göttingen, Heidelberg und Hannover Humanmedizin (bis 2003). An der MHH legte er 2005 auch seine Promotion ab, im Fachbereich Klinische Pharmakologie.

Von 2004 bis 2009 fand Niemanns Facharztausbildung statt, in verschiedenen Kliniken Deutschlands – in der Inneren Medizin, der Chirurgie und der Allgemeinmedizin.

Als Facharzt für Allgemeinmedizin ließ er sich 2010 schließlich als Hausarzt im niedersächsischen Wendland nieder: Dort arbeitet er bis heute – als Landarzt in einer ortsübergreifenden Gemeinschaftspraxis.

©Jonas Niemann, Foto von privat

2018 veröffentlichte Jonas Niemann seinen Debüt-Roman „Patient Krankenhaus – Doktor Faber hat Dienst“. In diesem autobiografisch geprägten Werk beschreibt Niemann den belastenden Alltag von Assistenzärzten in deutschen Kliniken. Die Figur des Dr. Faber ist dabei ein Stellvertreter für Niemanns eigene Erfahrungen während seiner Zeit als Assistenzarzt, in der er über 300 Bereitschaftsdienste absolvierte.  Das Buch thematisiert die Arbeitsbedingungen, den Personalmangel und die emotionale Belastung im Gesundheitssystem, basiert also auf realen Erlebnissen des Autors, ist aber als Roman bzw. Tatsachenbericht über eine fiktive Dienstzeit konzipiert.

Familiäre Prägungen führten Jonas Niemann früh zur Kunst und Literatur: Die Großeltern, die Worpsweder Künstler Charlotte und Walter Niemann, gehörten zu den bedeutenden Künstlern der zweiten Generation in der Künstlerkolonie Worpswede. Großvater Walter, Maler, Bildhauer und Graphiker, war der beste Freund des NS-Widerstandskämpfers Heinz Strelow, der als Mitglied der „Roten Kapelle“ 1943 in Berlin-Plötzensee von den Nazis hingerichtet wurde. Großmutter Charlotte, Pianistin und Hörspielmacherin, gilt als „Radiopionierin“. Sie erhielt zahlreiche nationale und internationale Preise, u.a. vom MOMA in New York, den Preis der Akademie der Künste in Berlin und mehrfach den „Deutschen Schallplattenpreis“.

Kontakt:

Britta Gansebohm

Künstlerische Leitung der Stipendiatenstätte Künstlerhof Schreyahn

& Der Literarische Salon

Buchpräsentationen • Literaturfestivals

Konzeption • Organisation • Moderation

Mobil: +49-(0)175-52 70 777

E-Mail: britta.gansebohm@salonkultur.de

Info: kuenstlerhof-schreyahn.de